Die 15-jährige Lana weiß alles über das Leben - aus Film und Fernsehen. Nur ihre
spießige Mutter behandelt sie noch immer wie ein Baby. Nach einer heftigen
Auseinandersetzung mit ihrer Mutter sitzt Lana heulend bei MacDonalds. Der Junge
am Nachbartisch sieht ziemlich gut aus, dafür dass er nicht Leonardo di Caprio
ist, findet Lana. Les zieht sich cool an, arbeitet in einer Videothek und lässt
sich von Lana vorflunkern, sie sei schon 18. Les weiß alles über Kondome -
theoretisch. Praktisch wird Lana beim ersten Mal schwanger und verliert sich in
Träume von einer gemeinsamen Wohnung und einer Designer-Babyausstattung. Les
plant derweil die Anschaffung eines Porsche, ignoriert die schwangere Lana und
fährt allein in Urlaub. Lanas praktische Freundin Shanee ist die Älteste von
fünf Kindern; sie versucht, Lana wieder auf den Teppich zu bringen.
Lanas Naivität ist reichlich dick aufgetragen. Doch wer sie bis hierher ertragen hat, erlebt im Buch eine erstaunliche Wende. Teenager-Schwangerschaften in Jugendbüchern enden meist mit einem unrealistischen offenen oder guten Ende. Dyane Sheldon beschreibt Lanas Schwangerschaft, die Geburt und das anstrengende Leben mit einem Neugeborenen ausführlich, realistisch und humorvoll. Nach der Geburt macht Lanas Mutter ihrer verträumten Tochter unmissverständlich klar, dass nicht sie, die berufstätige Ernährerein, nachts aufstehen und nach dem Baby schauen wird, während Lana gemütlich im Bett liegt. Lana muss erst alle Illusionen über Les und ihre Traumfamilie begraben, ehe sie lernt, Verantwortung für ihr Kind zu tragen. Fazit
Die Autorin beschreibt drastisch, oft an der Grenze zur Satire, die ungeplante
Schwangerschaft einer sehr jungen Mutter und die ersten Monate mit dem Baby.
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