"Seid Ihr da im Osten eigentlich alle so begriffsstutzig?" hatte der
Großvater seinen Sohn gefragt, als der sich mit 17 Jahren verliebte. Maurerlehre
hin oder her, die große Liebe ist wichtiger. Begriffsstutzig sind sie nicht, die
Mitglieder des isländischen Familienclans. Sie haben ein besonderes Talent, zu
beobachten und ihre Beobachtungen in knapper, bildhafter Sprache zu schildern.
Die Großmutter hält die Familien-Erinnerungen zusammen, die bis zur Zeit der
Spanischen Grippe zurückreichen.
Der kleine Junge, aus dessen Perspektive die Familiengeschichte erzählt wird, sieht jeden Tag seinen Vater und die Maurerkelle zur Arbeit fahren. Während er allein zurückbleibt, beanpruchen ihn seine Spielzeugsoldaten mit ihren Forderungen. Und eine zunächst fremde Frau entpuppt sich als Stiefmutter, von der man sagt, dass sie als 12-jähriges Mädchen im Norden des Landes einen Eisbären getötet haben soll. Fazit
Der isländische Autor beschreibt Freud und Leid eines temperamentvollen
Familienclans aus der Perspektive eines nachdenklichen kleinen Jungen. Aus
seinen farbenprächtigen Schilderungen würde ich am liebsten täglich vorlesen.
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