Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Auge des Golem

Bartimäus - Das Auge des Golem

Verlag: C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinder- und Jugendliteratur
ISBN-13 978-3-570-12776-6

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Zugegeben: Das Amulett von Samarkand hat mir gefallen. Nicht nur die Handlung war spritzig und witzig gemacht, auch die Idee - ein uralter Dschinn greift in das Geschehen der heutigen Zeit ein und schildert in Ich-Form seine Erlebnisse im heutigen London - war hervorragend gemacht. Und so bestellte ich mir - voller Sehnsucht und Erwartung - Band 2. Dieser ist insofern komplexer, als er neben den beiden Hauptfiguren des ersten Bandes - dem Jungen Nathanael und dem Dschinn Bartimäus mit Kitty eine dritte Hauptfigur schafft. Sie war zwar im 1. Teil kurz vorgekommen, aber dort eine - negativ gezeichnete - Randfigur geblieben. Vielleicht war mir im ersten Teil entgangen, weshalb ich diesen so mochte: es war insbesondere der Witz von Bartimäus - während ich die andere Hauptfigur, Nathanael, schon damals eher blass empfunden habe. Der jetzige Band mag düsterer sein, ich selber finde ihn langatmiger und einfach weniger spannend. Auch die Handlung ist aus meiner Sicht zerfaserter, was durch die stärkere Komplexität durch die Einbeziehung einer weiteren Hauptfigur - Kitty - bedingt sein mag. Der Humor von Bartimäus kommt hier zwar auch vor, wirkt aber eher abgedroschen und kommt eindeutig zu kurz. Schade, denn ich hatte mich sehr auf diese Fortsetzung gefreut. War Band 1 überragende Fantasy, so kann ich dies vom 2. Teil (leider) nicht sagen; er "packt" nicht. Natürlich bleibt es spannend zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen Kitty und Nathanael im dritten und letzten Band der Trilogie weiter entwickelt. Die Charaktere jedoch wirken - ganz im Gegensatz zu Harry Potter - relativ fern und konstruiert; hielt Band 1 durchaus noch den Vergleich mit diesen Bänden aus - und jeder neue Fantasy-Band mit einem jugendlichen - nun 14-jährigen - Zauberlehrling muss sich mit Harry Potter vergleichen lassen - so ist dieser Band einfach schwächer. Nathanael, im ersten Band durchaus komplex und differenziert in seinen Charakteranlagen, mutiert nun vollkommen zum unsympathischen Fiesling.
Fazit
Eine Identifikationsfigur - wie es der Dschinn Bartimäus im 1. Teil gewesen ist - fehlt hier, da dessen Auftritte zu kurz sind. Fazit: Der Band ist meines Erachtens zwar düsterer, möglicherweise auch komplexer als sein Vorgänger, erreicht aber keinesfalls dessen Faszination. Durchschnitt.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 21. Oktober 2005

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