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Der namenlose Protagonist sucht nach den Wurzeln seiner Vorfahren. Seine Spur
führt ihn zu dem Ort Innsmouth, an der Küste Neuenglands. Bereits auf den Weg
dorthin stößt er, unheilvollen Omen gleich, auf Warnungen, Gerüchte und
Andeutungen. Als er nur noch wenige Busstationen von dem Ort entfernt ist, wird
er nochmals eindringlich gewarnt nicht nach Innsmouth weiter zu reisen. Doch er
wagt die Fahrt mit dem Bus dessen Fahrer so fremdartig entstellt ist. Innsmouth
selbst wird pittoresk von Lovecraft dargestellt. Eine alte Stadt, deren Gebäude
an wohlhabenderen Zeiten vergangener Tage erinnern, die aber auch bedrohlich
wirken. Einwohner nimmt er nur indirekt durch Geräusche wahr. Auf seiner lange
Suche nach Auskunft findet er einen alten Säufer, der ihm erst nach dem
Spendieren von mehreren Flaschen Whiskey die abenteuerliche Geschichte von dem
Kapitän Marsh erzählt.
Jener Marsh soll das Unheil nach Innsmouth gebracht haben, in dem er fremdartige Fischwesen mit von seiner Reise brachte. Diese fremden Wesen verhalfen der Stadt zu Wohlstand, hatten eigene heidnische Ritten und paarten sich über die Generationen hinweg mit den Einheimischen. Daraus soll eine dritte Art entstanden sein, deren Aussehen zunächst menschlich war, sich dann aber immer mehr entstellte, je älter die Wesen wurden. Unsterblichkeit soll der Lohn dieses Verwandelns sein. Zu spät für die Rückreise bucht der Ahnenforscher die Übernachtung in einem Hotel. Mitten in der Nacht erwacht er und befürchtet aufgrund schlüssiger Geräusche, das eine Gruppe Einheimischer ihm nach dem Leben trachtet. Es beginnt eine lange und spannende Flucht. Die Flucht gelingt, doch der Protagonist hat inzwischen erfahren, das auch in seinen Adern das Blut der dritten Art fließt. Dem drohenden Unheil nur wenig trotzend kehrt er bald der alten Lebensform den Rücken zu und ergibt sich seinem Schicksal. Fazit
Dem Autor H.P. Lovecraft ist hier eine spannende phantastische Geschichte
gelungen. Ohne irgendeine Gewaltanwendung ist die drohende Gefahr stets im
Hintergrund. Die Kunst Bedrohungen über lange Passage aufrecht zu erhalten und
meist sogar noch weiter auszubau-en wird von Lovecraft meisterhaft beherrscht.
Zwar kommt dieses Werk nicht ganz an "Der Fall Dexter Ward" heran, aber
hier sind bereits viele Gedanken der Geschichte des jungen Ward vorweggenommen.
Bei der Beschreibung der dunklen Gestalten in Innsmouth muss man unwillkürlich
an "Das Bildnis des Dorian Grey" von Oscar Wilde denken.
Berge des Wahnsinns (Belletristik) Berge des Wahnsinns (Hörbuch) Das Ding auf der Schwelle Der Fall Charles Dexter Ward Der Fall Charles Dexter Ward weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez1096.htm weiterführende Links:
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