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Paul Ackermann: Grundwissen Politik Paul Ackermann: Grundwissen Politik
Das "Grundwissen Politik" enthält eine sehr gute Einführung in die Bereiche Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland. Im einzelnen sind die Kapitel untergliedert in: 1.) Gesellschaft in Deutschland - Strukturen und Konflikte 2.) Wirtschaftsprozesse, Wirtschaftsordnungen und Wirtschaftspolitik 3.) Das politische System der Bundesrepublik 4.) Recht und Rechtsprechung 5.) Massenmedien 6.) Umweltpolitik 7.) Europäische Union 8.) Internationale Beziehungen: Regionale und globale Friedenssicherung 9.) Entwicklungsländer und Entwicklungspolitik: Der Nord-Süd-Konflikt. Die Grundlagen werden sehr gut und anschaulich vermittelt. Viele Tabellen und Abbildungen tragen zu einer Vertiefung des Gelesenen bei. Die Konzentration auf das Wesentliche erlaubt auch neben dem systematischen... – weiterlesen (Rezension vom 13. November 2004)
 
Werner Adam: Das neue Russland: Putins Aufbruch mit schwerem Erbe Werner Adam: Das neue Russland: Putins Aufbruch mit schwerem Erbe
Der bekannte F.A.Z.-Korrespondent und Redaktionsleiter Außenpolitik, Werner Adam, hat eine interessante Analyse der russischen Politik und Gesellschaft bis zum Amtsantritt von Putin vorgelegt. Von Zar Alexander II. bis zu Wladimir Putin werden Grundzüge der russischen Politik- und Geistesgeschichte vorgelegt. Die politischen und wirtschaftlichen Probleme dieses Landes, welches ständig auf der Suche nach seiner Identität ist und eine ebensolche neue nach dem Zusammenbruch des Kommunismus suchen muß (wie die Suche nach einer "nationalen Idee" unter Jelzin und die jetzt in Anlehnung an sowjetische Traditionen erfolgte Wiedereinführung der alten Sowjethymne zeigt), Probleme, bedingt durch die Weite des Landes, seine politische und wirtschaftliche Rückständigkeit im Vergleich mit dem als... – weiterlesen (Rezension vom 20. August 2003)
 
Tschingis Aitmatow: Der weiße Dampfer Tschingis Aitmatow: Der weiße Dampfer
"Der weiße Dampfer" ist ein sehr eindrucksvolles Werk des bekannten kirgisischen Autors. Es behandelt das tragische Schicksal eines siebenjährigen namenlosen Jungen in seinem Heimat-Aul in den kirgisischen Bergen. Die einzige Figur, die den elternlosen Jungen liebt, ist das älteste Mitglied der Pflegefamilie, Momun. Doch der Förster Oroskul, sein Schwiegersohn und dessen Frau schikanieren die beiden Personen. So flüchtet sich der Junge in die Mythen einer längst vergangenen kirgisischen Märchenwelt. Er glaubt an die "Gehörnte Hirschmutter", die die kirgisischen Stämme beschützte und vor der Ausrottung bewahrte. Doch der tyrannische Oroskul, materialistisch eingestellt, glaubt nicht an die Legende und als vor der Försterei plötzlich Marale auftauchen, zwingt der herzlose... – weiterlesen (Rezension vom 05. August 2003)
 
Tschingis Aitmatow: Dshamilija Tschingis Aitmatow: Dshamilija
Der kirgisische Autor Tschingis Aitmatow gehört zu den bekanntesten Schriftstellern der früheren Sowjetunion. Seinen Ruhm begründete er mit der 1958 erschienenen Erzählung "Dschamilija", die Louis Aragon in seinem 1959 veröffentlichten Vorwort zu recht die "schönste Liebesgeschichte der Welt" nannte. Dschamilija spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges im Nordosten von Kirgisien. Der 15-jährige Said erzählt die Geschichte seiner Schwägerin Dschamilija, die kurz vor dem Krieg nach orientalischer Sitte verheiratet wurde und nun den jungen Frontheimkehrer Danijar kennen lernt. Danijar verzaubert die zunächst zurückhaltende Dschamilija mit wunderbaren Liedern. Schließlich entdeckt die Protagonistin, dass sie Danijar und nicht den Ehemann Sadyk wirklich liebt. Sie zieht die Konsequenzen... – weiterlesen (Rezension vom 21. Februar 2003)
 
Henri Alain-Fournier: Der große Meaulnes Henri Alain-Fournier: Der große Meaulnes
Alain Fourniers: "Der große Meaulnes" ist ein bedeutender französischer Roman um die Verlust der Kindheit. Er schildert die Erlebnisse von Freundschaft und Erwachsenwerden unmittelbar vor dem ersten Weltkrieg in der "Welt von Gestern" (Stefan Zweig). Francois Seurel findet in dem 17-jährigen Augustin Meaulnes einen lang ersehnten Freund, da er wegen eines Hüftleidens nicht mit anderen spielen kann und so zum Außenseiter wird. Doch Augustin Meaulnes, der für Seurel zum idealisierten Vorbild wird, verschwindet eines Tages spurlos. Erst nach Tagen kehrt er zurück und berichtet seine wundersamen, ja phantastischen Erlebnisse: er reist in einer Kutsche zu einem unbekannten Schloss, wo eine Hochzeit gefeiert werden soll. Doch diese findet nicht statt, da die Braut des Schlossherren... – weiterlesen (Rezension vom 08. September 2004)
 
Margery Allingham: Ein böser Nachbar Margery Allingham: Ein böser Nachbar
Margery Allingham hat als Debut in den 1920-ger Jahren einen Kriminalroman verfasst, der in der klassischen Tradition der britischen Rätselkrimis geschrieben worden ist. Eines Tages wird ein "böser Nachbar" ermordet. Der Täterkreis ist begrenzt, es handelt sich um einen klassischen "Locked-room"-Krimi mit einer überschaubaren Zahl an Verdächtigen. Das interessante nun ist, dass das Opfer so verhasst war, dass jeder der Verdächtigen dem Inspektor ins Gesicht sagt, dass er ihn gerne ermordet hätte - es handelte sich um einen ausgemachten Fiesling. Da müsste die Lösung ja recht leicht zu finden sein. Aber der Inspektor können den Täter nicht ermitteln; die anfangs offensichtlichen Spuren scheinen alle ins Leere zu gehen. Bis sich eine heiße Spur auftut; da findet der Sohn des... – weiterlesen (Rezension vom 18. November 2003)
 
Peter-André Alt: Friedrich Schiller Peter-André Alt: Friedrich Schiller
Die Reihe "Wissen" des C.H. Beck-Verlages ist bekannt dafür, komprimierte aber hochinformative Kurzeinführungen zu Leben und Werk der portraitierten Persönlichkeiten anzubieten. Gerade zu Friedrich Schiller sind im Schillerjahr 2005 zahlreiche hochgelobte und wichtige Biographien erschienen, darunter die rund 1400 Seiten starke Lebens- und Werkbeschreibung in zwei Bänden dieses Verfassers. Eine Kurzfassung wird in diesem Werk geboten. Das interessante an diesem Buch ist der hohe Anteil an Werkanalyse und Interpretation. Von den rund 120 Seiten liefert der Literaturhistoriker Alt mit den ersten 19 Seiten eine kurze Einführung in Schillers Leben: "Eine Biographie im Zeichen des Ruhms" und geht dann sofort zur Werkanalyse über. Die Räuber, Aspekte der Jugendlyrik und die... – weiterlesen (Rezension vom 28. Dezember 2005)
 
Götz Aly: Hitlers Volksstaat Götz Aly: Hitlers Volksstaat
Götz Aly interpretiert den Holocaust als Massenraubmord, der es den nationalsozialistischen Machthabern ermöglicht habe, soziale Wohltaten unter das Volk zu mischen. Nun werden in diesem Buch zweifellos wichtige neue Aktenfunde dargestellt, die belegen, dass sich die sozialen Wohltaten, die Hitlers Wirtschaftspolitik der Bevölkerung brachte und die von Aly in seinem Werk detailliert aufgezählt werden mit der Folge, dass sie dem Regime die ihm die große Loyalität der Massen sicherten (vgl. hierzu auch die Publikationen von Haffner oder Kershaw, die Hitlers Popularität im Dritten Reich belegten) sich nur durch die rücksichtslose Ausplünderung der eroberten Länder realisieren ließ. Nun ist dies alles nicht neu. Tim Mason hat sich in seiner Studie: "Sozialpolitik im Dritten Reich: Arbeiterklasse... – weiterlesen (Rezension vom 15. März 2005)
 
Eric Ambler: Der Fall Deltschev Eric Ambler: Der Fall Deltschev
Eric Ambler gilt als einer der führenden Vertreter des frühen Spionageromans (eine glänzende Analyse seiner Werke findet sich in: Hans-Peter Schwarz: Phantastische Wirklichkeit: Das 20. Jahrhundert im Spiegel des Polit-Thrillers. - München: DVA, 2006, Kapitel: Von Mitte der dreißiger bis Mitte der siebziger Jahre: Eric Amblers Anti-Helden in den Terrorwelten des 20. Jahrhunderts, S. 61-91). Schwarz hat Ambler zu recht als "Kafka des Thrillers" bezeichnet. "Sein großes Thema dieser ersten Schaffensphase ist die Preisgegebenheit des einzelnen in einer undurchschaubaren Welt von Geheimdiensten, Polizeiapparaten und weltumspannenden Konzernen, welche die Strippen ziehen. Alle seine Helden sind...Anti-Helden..., die zuerst gar nicht glauben wollen, daß brutale Killer hinter ihnen... – weiterlesen (Rezension vom 21. Februar 2010)
 
Alfred Andersch: Der Vater eines Mörders Alfred Andersch: Der Vater eines Mörders
Alfred Andersch hat in dieser autobiographischen Novelle das Ende seiner Schullaufbahn geschildert. Andersch, in der Erzählung Kien, wird im Mai 1928 in griechischer Grammatik geprüft - von seinem Direktor, dem Vater von Heinrich Himmler, dem späteren Reichsführer SS. Dieses Buch besticht aufgrund von zwei Faktoren: zum einen schreibt Andersch einen glänzenden Stil. Ähnlich wie in Thorbergs: "Der Schüler Gerber" wird hier ein Schulalltag vorgeführt, der in Deutschland leider lange gang und gäbe gewesen ist. Schüler und Lehrer hatten kein kameradschaftliches Verhältnis, sondern obrigkeitsstaatliches Denken und Untertanenmentalität zeigen sich bereits in der Schule. Dem Direktor geht es nicht um Pädagogik, sondern er hat von Anfang an das Ziel, den ihm unbequemen Schüler von der Schule... – weiterlesen (Rezension vom 02. Oktober 2004)
 
Leo P. Ard: Der Mörder schwänzt den Unterricht: Schul-Krimis Leo P. Ard: Der Mörder schwänzt den Unterricht: Schul-Krimis
Das vorliegende Buch versammelt 17 Schulkrimis moderner deutscher Krimiautoren. Vom "Blauen Brief" von Gabriele Wolff (kürzlich für ihr Werk: "Das dritte Zimmer" mit dem Krimi-Preis: "Glauser" preisgekrönt) bis zu Niklaus Schmidt: "Einer fehlt immer" werden jedesmal Lehrer vom Leben zum Tode gebracht - auf unnatürliche Art und Weise, wie sich herausstellt. Die Stories sind von unterschiedlicher Qualität. Besonders gut haben mir die Geschichten von Michael Koglin: "Eine Frau für meinen Wigwam" sowie von Leo P. Ard: "Der Zeitfaktor" sowie "Herostratos kannst du dann vergessen" von HorstBosetzky gefallen, bekannter unter seinem Pseudonym: "Ky". – weiterlesen (Rezension vom 07. Januar 2005)
 
Jakob Arjouni: Hausaufgaben Jakob Arjouni: Hausaufgaben
Jakob Arjouni gehört meines Erachtens zu den wichtigsten Schriftstellern in Deutschland. Seine Kayankaya-Romane wurden - zu recht - mit den Meistern des Genres, Dashiell Hammett und Ross Macdonald, verglichen. Meisterhaft - und dies gilt auch wieder für dieses Werk - ist einerseits seine feine Beobachtungsgabe und die Fähigkeit, Spannung und Atmosphäre zu schaffen. Dies gelingt ihm auch hier: Deutschlehrer Linde hat nicht nur eine schwierige Oberstufenklasse, sondern auch familiäre Schwierigkeiten. Schließlich muss er sich für Vorkommnisse in seinem Unterricht im Lehrerkollegium rechtfertigen. Alles sehr spannend beschrieben und dargestellt. Aber: trotz allem wirkt die Handlung arg strapaziert, die Charaktere zu stereotyp. Beispielsweise wird im ersten Kapitel eine Diskussion in einer Oberstufenklasse... – weiterlesen (Rezension vom 09. Oktober 2004)
 
Günter Ashauer: Grundwissen Wirtschaft Günter Ashauer: Grundwissen Wirtschaft
Wirtschaft ist sehr trocken. Wenn man etwa Wöhes: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre oder Samuels Einführung in die Volkswirtschaftslehre liest, erfährt man zwar viel über Betriebs- und Volkswirtschaft, muss aber enorm viel Zeit hinein investieren. Für einen Kurs an einer privaten Studiengemeinschaft, in dem auch Wirtschaftsthemen behandelt worden sind, suchte ich eine kompakte Einführung in das Gebiet der Wirtschaft. Da ich "Grundwissen Politik", "Grundwissen Geschichte" gelesen hatte, entschied ich mich - auch weil es als Literaturhinweis angegeben war - für dieses Buch und wurde alles in allem nicht enttäuscht. Es enthält eine im allgemeinen gut verständliche Darstellung von Sachverhalten und Zusammenhängen der Wirtschaft. In dem Kapitel: "Grundlagen... – weiterlesen (Rezension vom 30. November 2004)
 
Siegfried Augustin: Winnetou und der Scout Siegfried Augustin: Winnetou und der Scout
Das vorliegende Buch legt erstmals die Urfassung der Karl-May-Erzählung: "Der Scout" in einer selbstständigen Urfassung vor. Der Scout fand - leider in stark bearbeiter Form - Eingang in "Winnetou II". Über die Gründe der Bearbeitung informiert ausführlich Prof. Dr. Claus Roxin in seiner Einführung zum Repring der Hausschatz-Fassung durch die Karl-May-Gesellschaft 1997. Geschildert wird die Verfolgungsjagd eines Verbrechers durch die Vereinigten Staaten und Mexiko, wobei der Ich-Erzähler (in der späteren Winnetou II-Fassung ist dies Old Shatterhand) und der ihn begleitende Westmann Old Death Abenteuer mit der - heute in den Vereinigten Staaten noch aktiven - Verbrecherbande des Ku-Klux-Klan (in der hier vorliegenden Fassung leider nur: "Bande der Maskierten" genannt)... – weiterlesen (Rezension vom 07. September 2003)
 
Egon Bahr: Der deutsche Weg: Selbstverständlich und normal Egon Bahr: Der deutsche Weg: Selbstverständlich und normal
Egon Bahr, ostpolitischer Architekt und Berater Willy Brandts, hat erneut ein Buch vorgelegt, in welchem er die offensive Wahrnehmung deutscher Interessen verlangt. Eine Wahrnehmung solcher Interessen sei natürlich und normal. Bahrs Hauptthese besteht darin, dass er einen eigenen europäischen und deutschen Weg gegenüber einem sich hegemonial gebenden Amerikas fordert. Im Gegensatz zu anderen politischen Publikationen hält er das Streben Amerikas nach hegemonialer Führung jedoch für legitim im Sinne amerikanischen Interesses. Zum ersten Mal habe man es mit einer Weltmacht zu tun, die alle Voraussetzungen zu einer selektiven Weltherrschaft erfülle (S. 50). So kontinuierlich alle Präsidenten vor George W. Bush den Kurs der Machterweiterung gefolgt seien, so würden alle Präsidenten, die ihm folgten,... – weiterlesen (Rezension vom 21. September 2003)
 
David Baldacci: Der Präsident David Baldacci (Biografie): Der Präsident
Der vorbestrafte Einbrecher Luther Whitney wird Zeuge, wie in einer Villa nahe Washington der Präsident, Alan Richmond, im volltrunkenen Zustand ein Mädchen würgt. Als dieses sich wehrt, wird es von den Leibwächtern des Präsidenten erschossen. Aufgrund der Intervention von Gloria Russel, der Stabschefin des Präsidenten, wird die Polizei nicht verständigt. Aber - damit es ganz unwahrscheinlich wird - vergewaltigt diese Stabschefin den Präsidenten - abgrundtief böse beide, völlig schwarz-weiss gezeichnet und schlicht platt. Whitney weiss, dass man ihn als lästigen Zeugen beseitigen will. Ihm gelingt es, zu fliehen - mit einem Beweisstück - einem Beutel mit Fingerabdrücken und Blutflecken des Präsidenten. Doch anstatt sich nun ruhig zu verhalten, wie es meines Erachtens der normale Mensch getan... – weiterlesen (Rezension vom 09. November 2002)
 
Benjamin R. Barber: Imperium der Angst: Die USA und die Neuordnung der Welt Benjamin R. Barber: Imperium der Angst: Die USA und die Neuordnung der Welt
Zur Zeit erscheinen zahlreiche Bücher, die sich kritisch mit der Innen- und Außenpolitik der Vereinigten Staaten unter George W. Bush Junior auseinandersetzen. Sie gehören, wie etwa Joseph Nye (Das Paradox der Amerikanischen Macht), den linksliberalen Ostküstenestablishment an und in der Politikwissenschaft zur Denkschule der Liberalisten bzw. Institutionalisten. Sie kritisieren die neokonservative Denkschule von Wiliam Kristol und anderen Vertretern dieser Richtung, die in der Bush-Administration heute die Außenpolitik der Vereinigten Staaten bestimmen. In seinem vorliegenden Werk übt Barber, scharfe Kritik an der Präventivschlagdoktrin des amerikanischen Präsidenten. Er konstatiert, der "gutmütige Hegemon" USA sei zu einem "Imperium der Angst" geworden, das weder Freiheit... – weiterlesen (Rezension vom 09. Dezember 2003)
 
Arnulf Baring: Machtwechsel: Die Ära Brandt-Scheel Arnulf Baring: Machtwechsel: Die Ära Brandt-Scheel
Das Buch "Machtwechsel" erschien erstmals im Sommer 1982 - zu einer Zeit, in der die sozial-liberale Koalition Schmidt/Genscher zu Ende ging. Bis heute ist es das Standardwerk zur Regierung Brandt/Scheel und ein - wie ich finde - unübertroffenes Nachschlagewerk zu Brandt, der Ostpolitik und der deutschen Zeitgeschichte zwischen 1969 und 1974. Die politische Ereignisgeschichte wird äußerst spannend dargestellt und auch die Hintegründe der Ereignisse sind treffend dargestellt. Nachdem ich jetzt den Fernsehfilm: "Im Schatten der Macht" über das Ende der Regierung Brandt/Scheel aufgrund der Guillaume-Affaire gesehen habe und auch Hilfestellung für eine Prüfung über die Ostpolitik gab, muss ich erneut bilanzieren: obwohl 20 Jahre alt ist und bleibt das Buch das beste, ausführlichste... – weiterlesen (Rezension vom 24. Oktober 2003)
 
Ben Becker, Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz Ben Becker, Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz
Berlin Alexanderplatz ist der wichtigste Großstadtroman und "die" Beschreibung Berlins in den 1920-ger Jahren. "Mit Belrin Alexanderplatz" erreichte der Berliner Armenarzt Alfred Döblin, der das Milieu und seine Sprache genau kannte, einen Höhepunkt expressiver Sprachgestaltung, einen neuen Naturalismus." Er schildert die Geschichte des kleinen Kriminellen Franz Biberkopf, der vergeblich versucht, ein anständiger Mann zu werden, nachdem er für den Mord an seiner Geliebten ins Gefängnis wanderte. "Der möchte groß sein und scheitert an den kleinen Verhältnissen, möchte ein anständiges Leben führen und landet im Gefängnis, ist ein Kerl der zum Tier werden kann, und doch ungemein verletzlich, möchte lieben und wird als Mörder der Geliebten bezichtigt." Dieser... – weiterlesen (Rezension vom 05. Mai 2005)
 
Peter Bender: Weltmacht Amerika: Das neue Rom Peter Bender: Weltmacht Amerika: Das neue Rom
Die Kritik an der Politik der Vereinigten Staaten unter Präsident Bush hat in diesem Herbst zu zahlreichen Neuerscheinungen geführt, die inzwischen Regale füllen könnte. Lesenswert sind dabei insbesondere vier Neuerscheinungen: Joseph S. Nyes "Das Paradox der Macht", Charles Kupchans "Die europäische Herausforderung: Vom Ende der Vorherrschaft Amerikas", Benjamin Barbers "Imperium der Angst" sowie der hier anzuzeigende Titel des deutschen Historikers Peter Bender "Weltmacht Amerika. Das neue Rom". Bender vergleicht akribisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede der heutigen Weltmacht USA mit der des antiken Rom, wobei sich laut Bender immer wieder die gleichen Fragen ergeben: Wie ergeht es einem Staat, der zwar nicht alles tun kann, dem aber kein anderer... – weiterlesen (Rezension vom 29. Dezember 2003)
 
Anthony Berkeley: Der Fall mit den Pralinen Anthony Berkeley: Der Fall mit den Pralinen
Anthony Berkeleys bei Diogenes wieder neu aufgelegter Kriminalroman gehört zu den Klassikern des Genres. 1929 entstanden, wird er zwar, oberflächlich betrachtet, zu den "Rätselkrimis" im Stile von S.S. van Dyne gerechnet, jedoch wird wie bei dem "verschenkten Mord" und v.a. "Suspicion" (von Hitchcock verfilmt) der psychologische Aspekt des Mordes deutlich. Die Verfahrensweise des Krimis ist einmalig: Berkeley nimmt spöttisch-kritisch die Tätigkeit des "Detection Clubs", eines britischen Klubs von Hobby-Kriminalschriftstellern, dem er neben solchen Berühmtheiten wie Agatha Christie und Dorothy Sayers auch angehörte, aufs Korn. Geklärt werden soll der "Fall mit den Pralinen". 7 Mitglieder des erlauchten Clubs haben 7 verschiedene Lösungsmöglichkeiten... – weiterlesen (Rezension vom 30. April 2003)
 
Michael R. Beschloss: Powergame Michael R. Beschloss: Powergame
Der amerikanische Historiker Michael Beschloss hat eine glänzende Analyse der amerikanisch-sowjetischen Beziehungen zwischen 1961 und 1963 vorgelegt. Im Nachhinein markieren diese außenpolitisch bedeutsamen Jahre - man erinnere das Gipfeltreffen Kennedy-Chruschtschow vom Juli 1961, die Schweinebucht, die Kuba-Krise, das Atomteststopp-Abkommen - den Höhepunkt des Kalten Krieges und den Beginn der Entspannungspolitik. Diese wäre nicht möglich gewesen, ohne den Blick auf die beiden entscheidenden Akteure dieser Politik, Chruschtschow und Kennedy zu lenken. Bis heute ist dies die beste Darstellung der Außenpolitik der Kennedy-Jahre, die es gibt. Alle später erschienenen Darstellungen jener Zeit, etwa Bierlings: "Geschichte der amerikanischen Außenpolitik", Loths interessante Darstellung... – weiterlesen (Rezension vom 26. November 2003)
 
Gerhard Besier: Das Europa der Diktaturen Gerhard Besier: Das Europa der Diktaturen
Gerhard Besier, Theologe, Historiker und Diplom-Psychologe ist Direktor des Hannah Arendt Instituts für Totalitarismusforschung an der TU Dresden. Er hat ein umfangreiches Buch vorgelegt, welches die Diktaturen in Europa im 20. Jahrhunderts mit den Methoden des modernen Diktaturvergleiches untersucht. Es werden nicht nur - wie in einer Untersuchung von Richard Overy: "Die Diktatoren" Drittes Reich und stalinistische Sowjetunion untersucht, sondern alle Diktaturen - also auch autoritäre Diktaturen des 20. Jahrhunderts werden miteinander verglichen. Dabei hält der Autor an der - zeitweise heftig umstrittenen - Totalitarismustheorie von C.J. Friedrich, die er würdigt, fest. Das Buch berücksichtigt - und darin liegt seine Stärke - die modernen Forschungsergebnisse der Transitionsforschung,... – weiterlesen (Rezension vom 30. Dezember 2006)
 
Gerhard Besier, Gerhard Lindemann: Im Namen der Freiheit: Die amerikanische Mission Gerhard Besier, Gerhard Lindemann: Im Namen der Freiheit: Die amerikanische Mission
Für einen Vortrag suchte ich nach Werken über die amerikanische Geschichte. Der vorliegende Band von Gerhard Besier und Gerhard Lindemann untersuchen die amerikanische Geschichte unter dem Freiheitsbegriff, den sie - in Anlehnung an die neuere Forschung von I. Berlin, H. Arendt und J. Rawls definieren, indem sie "positive" und "negative" Freiheit voneinander abgrenzen. Ähnlich wie das 2003 erschienene Buch von Detlef Junker: "Power and Mission", mit dem die Thematik des vorliegenden Bandes am ehesten zu vergleichen ist, untersuchen sie anhand der amerikanischen Geschichte die Freiheitsvorstellungen der USA und beschreiben - ähnlich wie Junker - die Ambivalenzen des amerikanischen Freiheitsmythos. Insbesondere kritisch stehen sie der Innen- und Außenpolitik der... – weiterlesen (Rezension vom 11. Juni 2006)
 
Johannes Rogalla von Bieberstein: Jüdischer Bolschewismus: Mythos und Realität Johannes Rogalla von Bieberstein: Jüdischer Bolschewismus: Mythos und Realität
Voller Skepsis hatte ich gelesen, dass sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Hohmann, inzwischen wegen seiner Äußerungen aus der Bundestagsfraktion ausgeschlossen, in seiner in den "Blättern für deutsche und internationale Politik" 1/04 publizierten Rede, die zu seinem Ausschluss führte, auf das vorliegende Buch von Rogalla von Bieberstein bezog. Ich war skeptisch: sollten damit die nationalsozialistischen Untaten relativiert werden, wie es Professor Ernst Nolte im sogenannten Historiker-Streit vorgeworfen wurde, der das Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat. Glücklicherweise haben sich meine Befürchtungen nicht bewahrheitet. Rogalla von Bieberstein geht der Frage nach, warum so viele jüdische Intellektuelle sich der kommunistischen Ideologie anschlossen und die Gewalt der Kommunisten,... – weiterlesen (Rezension vom 10. Februar 2004)
 
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