Buchhändler sind schon ein außergewöhnliches Volk - das meint man zumindest,
wenn man Gérard Otrembas "Geheime Aufzeichnungen des Buchhändlers"
gelesen hat. Der Frankfurter Buchhändler hat in einem kleinen Heft kuriose
Begebenheiten gesammelt, die sich real zugetragen haben. Er erzählt vom Leid der
Buchhändler mit unterinformierten Käufern ("Suche von Rita Süßmuth:
"Das Parfüm" oder "Miß Sofies Welt" von Jostein Gaarder),
überinformierten Käufern ("Ich suche einen guten Krimi, möglichst neu"
- "Wie wäre es mit Übermorgen?" (Anm.: Krimi von Allan Folsom)
- "Nein, das hat für mich keinen Sinn, da ich es schon morgen
brauche") und von neuen Wortschöpfungen der Literatur. So suchen Kunden den
"Schurkamp-Verlag", "Bastei-Lübke", die "Edischen
Söhkämp", den "Mannesmann-" oder den "Diakonis-Verlag".
Fazit
Klasse. Jeder interessierte Leser sollte sich auch für die andere Seite seines
Buchkaufs interessieren und dieses Buch kaufen. Aber bitte: Autor, Titel und
Verlag gut merken!
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