Eric-Emmanuel Schmitt: Oscar und die Dame in Rosa

Oscar und die Dame in Rosa

Verlag: Ammann Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-250-60057-2

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Ein Junge erkrankt an Leukämie. Eine Operation bleibt erfolglos, er stirbt. Wie begegnen ihm nun seine Verwandten? Sie versuchen, dass Thema Tod krampfhaft zu vermeiden. Bis auf die sehr direkte, resolute Oma Rosa, die ihm rät, seine Erfahrungen an Gott aufzuschreiben. Das Buch wurde von der Kritik sehr unterschiedlich aufgenommen. Mir hat es gut gefallen, ich konnte die Beobachtungen des Jungen - es soll sich hierbei ja um autobiographische Erfahrungen des Autors handeln - sehr gut nachvollziehen. Ich fand das Buch auch nicht kitschig. Der kleine Junge spürt, dass ihm die Erwachsenen etwas Entscheidendes verheimlichen wollen und macht sich darüber seine Gedanken. Entfernt hat mich das Buch an das Buch: "Hallo, Mr. Gott, hier spricht Anna", erinnert, wenn es auch nicht so witzig geschrieben ist. Es mag etwas "didaktisch" gehalten sein, aber mir hat besonders der gerade und offene Charakter von "Oma Rosa" imponiert. Ich kann das Buch daher nur wärmstens empfehlen. Es regt zum Nachdenken vor allem über die Frage an, inwieweit es berechtigt ist, Kindern oder Schwerkranken ihren Zustand zu verheimlichen.
Fazit
Empfehlenswert!
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Bernhard Nowak [Profil]
veröffentlicht am 10. Februar 2004

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