Rainer Wekwerth: Das Labyrinth erwacht

Das Labyrinth erwacht

Verlag: Arena Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-401-06788-9

Preis: 2,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Sieben Jugendliche, die unterschiedlicher nicht sein könnten, erwachen in einer ihnen völlig fremden Welt. Sie sind nackt und ohne Erinnerungen an ihr vorheriges Leben. Soweit die Ausgangsposition zu Rainer Wekwerths neuem Roman "Das Labyrinth erwacht", dem Auftakt einer neuen Trilogie. Schon wieder eine Jugendtrilogie mag manch einer denken, doch Rainer Wekwerth legt mit seinem Roman einen Genre-Mix vor, der es in sich hat: Thriller, Dystopie, SF - der Autor wildert in ganz unterschiedlichen Genres und vermischt diese Elemente zu einem hochspannenden Roman, der seine Spannung aus unterschiedlichen Fragen zieht: Wo befinden sich die Jugendlichen? Warum können sie sich an nichts erinnern? Werden sie zusammenhalten, um einen Ausweg zu finden?

Nur mühsam findet die Gruppe zusammen, die unterschiedlicher nicht sein kann. Hier kommt der nächste, überaus positive, Aspekt des Romans. Rainer Wekwerth schafft es, allen sieben Figuren Tiefe zu geben, so dass sich der Leser mit jedem auf irgendeiner Weise identifizieren kann. Da ist Mary, die mit einem Trauma aus ihrer Vergangenheit leben muss, da sind Jeb und Jenna, die sich ihre Liebe nicht eingestehen wollen, da ist Tiam, der ein wenig ängstlich ist, im Gegensatz zu Kathy und Leon, die eher draufgängerisch sind, und da ist Mischa, der im Verlauf des Romans zum Retter der Gruppe wird. Sie alle haben ihren guten und ihre schlechten Seiten. Und gerade das macht die Figuren so glaubwürdig. Genau mit diesen Sorgen, Nöten und Problemen kann sich der Leser identifizieren.

Auch durch das Verhalten untereinander zieht der Roman einen Großteil seiner Spannung. Dazu tragen auch die permanenten Perspektivenwechsel bei, die an keiner Stelle störend sind. Im Gegenteil. Sie sind auch ein Grund dafür, das sich der Roman ausgesprochen unterhaltsam liest.

Im Gegensatz zu viele Trilogien, wo die Folgen ein durchaus geschlossenes Ende haben, lässt Rainer Wekwerth den Leser am Ende des Romans ein wenig zappeln.
Fazit
Mit "Das Labyrinth erwacht" legt Rainer Wekwerth ein frühes Highlight des Jugendbuchjahres 2013 vor. Gekonnt mischt der Roman unterschiedliche Genres zu einem spannenden Werk zusammen. Dystopieleser kommen hier ebenso auf ihre Kosten, wie Fans gut gemachter Thriller. Selten hat mich ein Jugendbuch so gefesselt. Daher kann man nur voller Vorfreude dem Sommer entgegen sehen, wenn es mit dem Labyrinth endlich weitergeht.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 12. Februar 2013

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