Dieses ungewöhnliche Buch schreit nach einer ungewöhnlichen Rezension.
Vielleicht beschreibt man es am besten, indem man diejenigen aufzählt, für die
es geschrieben zu sein scheint. Nick Evans "VIP" also eignet sich für
Menschen, die es erzählerisch so mögen: "Die Bar war kalt und düster und
stank nach Tod. Aber Jim fühlte sich hier wohl, weil der Wirt, Moe, einer von
diesen Typen war, die auch mal eine Auge zudrückten, wenn man nicht genug Geld
dabei hatte."; es eignet sich für diejenigen, die wissen möchten, wie
"verdorrte Pussies am Pinkeln gehalten" werden, "die mexikanische
Nationalhymne in C-Dur zu rülpsen", und wie man einem 60jährigen, dessen
"Teil seine besten Zeiten schon hinter sich hat" zu "einer
phantastischen Zunge" verhilft; es eignet sich für Leute, die über
impertinence today (= Bosheit(en) (von) heute) behelligt werden möchten; es
eignet sich für Leser, denen folgenden Namen nicht überdrüssig werden: Nick,
Sally, Luke, Lenny, Jenny, Al, George, Ned, Ray, Mike; es eignet sich für alle
Sofafletzer, alle Freunde kurzer, herber Krimis, für alle Fans der "Streets
of San Francisco", für alle Liebhaber ratternder, dröhnender, brummiger
Vehikel, für alle Pokerspieler, für alle Box-, Gangster-, unhappy-end-Filmfans;
es eignet sich für Freunde des verfassten Wortes, die am Ende ihrer Lektüre
Umwälzendes erwarten, Leser, die sich von einer dezent unheitlichen Sprache
nicht abhalten lassen, Leser, die zum Schluss eines literarischen Werkes sagen
können "Das war aber stark!".
Fazit
Lesen!
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