Cory Doctorow: Back Up

Back Up

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Science Fiction
ISBN-13 978-3-453-52297-8

Preis: 4,62 Euro bei Amazon.de [Stand: 28. September 2016]
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Julius ist der Ich-Erzähler dieses Romans und nimmt uns mit in eine übervölkerte Welt der Zukunft. Es stirbt so gut wie niemand. Aber geboren wird noch fleissig. Das bedeutet, die Menschen gehen in den Kälteschlaf oder in den Weltraum. Beides wird nur am Rande erwähnt und hat keinerlei Auswirkung auf die Erzählung und dient nur dem besseren Verständnis. Die Menschheit ist in der Lage von der eigenen Persönlichkeit eigene Back Ups (Speicherungen der Persönlichkeit in digitaler Form) herzustellen. Sollte der Körper sterben, kann in einem neuen Körper, einem Klon, ein Back Up eingespielt werden. Zwar ist die Zeit zwischen Tod und Backup verloren, doch das Meiste wird unversehrt wieder hergestellt.
Julius lernt Dan kennen und auch Lil, in die er sich verliebt. Dies geschieht in Disneyland, wo Lils Eltern zu den alten Gründern gehörten und ebenfalls im Kälteschlaf liegen. Irgendwann geht es Dan dreckig und fährt nach Disneyland, weil er mit Julius sprechen will. Nebenbei spannt er ihm dessen Freundin aus. Dann wird Julius unmotiviert ermordet und versucht nach seiner Reanimierung herauszufinden wer dahinter steckt.
Fazit
Ich weiss nicht, warum der Titel wieder verfremdet wurde und nichts mit dem Original zu tun hat, ich kann auch nichts dazu sagen, warum ein amerikanisches Provinzblatt, von dem noch nie jemand in Deutschland hörte oder eine unbekannte Kelly Link zitiert werden. Aber es ist systematisch für Übersetzungen. Wenn das Buch so gut wäre, wie es hier dargestellt wird, hätte man sicherlich bekanntere Publikationen und Personen für Zitate heran gezogen. Vielleicht hätte man doch lieber einmal deutsche Publikationen wie Andromeda Nachrichten des SFCD oder die Macher von Phantastik-news.de dazu befragen sollen.
Das Buch ist jedenfalls nicht der beste Roman seit William Gibsons Neuromancer, wie es auf der Rückseite des Buches heisst. Es ist ein netter Roman, mit wenig neuem. Ein Krimi mit einem Mord, der Mörder gibt sich zu erkennen, aber das Motiv verschwindet im Dunkeln. Wer kam nur auf die Idee, diese Erzählung als Kultbuch zu bezeichnen?
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 24. März 2009

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