"Wie man sich bettet, so liegt man", das ist Antonias erster Gedanke,
der in Manfred Wittes Jugendroman "Antonias Verdacht" übermittelt
wird. Das trifft auf ihre Lage besonders zu, da sie nicht besonders weich
gebettet ist: Sie findet sich gefesselt und geknebelt in einer ihr unbekannten
Umgebung wieder. Wer hat sie gefangen genommen?
Antonia ist eine Jugendliche, die ganz normal mit ihrer Clique in der Stadt rumhängt. Doch eines Tages lernt sie einen komischen Jungen in der Disco kennen. Es ist Ruven. Der gesamte Roman befasst sich auf seinen 220 Seiten mit Ruven, dem reichen Waisen, Antonia, die in Gefangenschaft über die Geschehnisse der letzten Wochen nachdenkt, und Pauli, ihren Freund. Nachdem Ruven in besagter Disco fast verprügelt worden wäre, ist er Antonia und Pauli sehr dankbar. Doch Pauli hegt direkt Bedenken gegen ihn, da er mit teurer Kleidung und einer gepflegten Corvette nicht unbeding seinen Geschmack, wie ein Freund zu sein hat, trifft. Durch das Auto angezogen, nimmt er Ruvens Einladung zu einer Spritztour mit dem Wagen an. Diese endet aber, als plötzlich der Wagen ins Schlingern gerät - ein Reifen war locker und rollte nun vor statt unter dem kostbaren Auto. Ist was dran an Ruvens Angst, ihn wolle jemand umbringen....? Fazit
Ein gut geschriebener Jugendroman, den ich ohne Bedenken empfehlen kann. Der
Autor stellt sein Talent, wie in "Arthurs Alptraum", wieder gekonnt
zur Schau.
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