Isabel Abedi: Whisper

Whisper

Verlag: Arena Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-401-02999-3

Preis: 7,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 01. Oktober 2016]
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Kate und Gilbert haben sich ein Fachwerkhaus im Westerwald gekauft und sind nun mit Kates Tochter Noa und den Katzen Pancake und Hitchcock in einem vollbepackten Auto unterwegs zu ihrem ersten Urlaub auf dem Land. Kate ist Schauspielerin und nennt sich lieber Kat, auch die 16-jährige Noa hat einen Buchstaben aus ihrem Namen entfernt, weil sie Nora unpassend für sich findet. Das Haus hat lange leer gestanden und soll nun mit tatkräftiger Hilfe von David aus dem Dorf renoviert werden. Zwischen David und Noa bahnt sich bald eine Beziehung an. Abgesehen vom unheimlichen Knacken und Rascheln in dem idyllischen alten Haus macht sich beim Lesen eine beklemmende Atmosphäre breit, die durch die Tagebucheinträge des Mädchens Eliza zu Beginn jedes Kapitels noch gesteigert wird. Bald findet Noa heraus, dass Eliza in genau diesem Haus gelebt hat und 1975 unter ungeklärten Umständen verschwand.

Der verschlossene Dachboden ihres Hauses weckt Noas besonderes Interesse, weil sie dort Erinnerungsstücke aus Elizas Zeit vermutet. Wie praktisch, dass Gilbert, der in der Patchwork-Familie die Mutterrolle für Noa übernommen hat, in der Lage ist, durch eine spiritistische Sitzung mit Eliza Kontakt aufzunehmen. Nur kann Noa schlecht im Dorf nach Ereignissen fragen, die sie beim Gläserrücken erfahren hat! Noa und David forschen gemeinsam Elizas Geheimnis nach, stets misstrauisch beäugt von der Dorfgemeinschaft. Noas Neugier auf Elizas Geschichte stößt im Dorf auf wenig Begeisterung. Besonders Davids Mutter reagiert sehr betroffen auf Noas Fragen nach der Vergangenheit. Als das Rätsel um Eliza gelöst zu sein scheint, nimmt die Handlung in der Gegenwart noch eine dramatische Wendung.
Fazit
Isabel Abedi verschafft ihren Lesern mit einer sehr unheimlichen Atmosphäre eine Gänsehaut, obwohl die Ereignisse bis auf etwas Gläserrücken auf rein irdische Ursachen zurückzuführen sind. Die Handlung verknüpft spannend und plausibel das Schicksal zweier Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten im gleichen Haus lebten. Auch Noa umgibt ein Geheimnis, über das sie vor ihrer Begegnung mit David noch mit niemandem sprechen konnte. Einziges Manko des Buches ist die zwar elegant formulierte aber sachlich unmögliche Schilderung des Arbeitsablaufs im Fotolabor, der ein wichtiges Indiz für Noas Nachforschungen zutage bringen soll. Die ungewöhnliche Beziehung zwischen Kat und Gilbert und die Beschreibung von Davids Leben mit seinem behinderten Bruder Krümel sind Beispiele für Abedis stets differenziert gezeichnete Figuren, deren Beziehungen und deren Handeln sie glaubwürdig schildert. Eine spannende Liebesgeschichte mit Gruselfaktor.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 28. August 2008

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