Mario Giordano, Andreas Schlüter: Pangea

Pangea

Verlag: C. Bertelsmann Jugendbuch Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-570-13554-9

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Huan ist ein besonderes Kind. Seine Mutter ist chinesischer Herkunft, in Peking geboren, studierte in Baden und heiratete Huans Vater. Jetzt ist sie Neurochirurgin in Eppendorf. Sein Vater ist ein ganz normaler Deutscher, doch das macht den fünfzehnjährigen Jungen noch nicht zu etwas Besonderem. Das Besondere liegt darin, das er etwas sehen kann, ein kleiner Ausblick in die Zukunft, die ihn immer wieder beunruhigt. So auch an diesem Morgen, als der rote Kater Kurkuma plötzlich verschwand. Huan hat seit kleinauf diese seltsamen Vorahnungen und ist damit bei der Mutter unliebsam aufgefallen. Statt dem Jungen zuzuhören schleppte die Ärztin ihn von einem Psychologen zum anderen, ohne Ergebnis. Irgendwann hat er aufgehört,seiner Mutter davon zu erzählen und hat nur noch im Stillen an den Plätzen gewartet und reagiert, um dort hilfreich einzugreifen, wohin ihn seine Träume und Vorahnungen trieben. Auf der Suche nach seinem Kater summt er ein Lied, dass er in seinen Träumen hörte und findet schliesslich an einer Würstchenbude ein seltsames Symbol, dass er selbst unbewusst schon gemalt hatte. Als er am Abend während eines Feuerwerks noch einmal dorthin geht, ist das Zeichen weg, aber vier seltsame Männer da. Die Flucht ist zwecklos und er wird von ihnen gefangen, in eine Decke gerollt und weggetragen, ins Wasser der Alster geworfen und...
... Huan verschwindet. Er wird aus seiner Heimatstadt Hamburg entführt. Das Ziel: Die Zukunft in 200 Millionen Jahren, der Kontinent Pangea. Er erwacht in Sar-han, der Stadt der Sari, wo alle wie Europäer aussehen, aber chinesisch sprechen. In dieser Zukunft lebt ein Teil der Menschheit, die sich vor einem Kometeneinschlag in Sicherheit bringen wollten, indem sie die Zeitreise antraten. Die Menschen sind aber nicht allein, denn sie unterstehen der Herrschaft eines Schwarmwesens namens GON. Das GON betrachtet die Menschen als Fremdkörper den es zu bekämpfen gilt. Waffengewalt scheidet aus, aber biologische Waffen wie etwa ein Virus können zum Erfolg führen. In diesem Moment kommt Huan ins Spiel. Er hat einen genetischen Defekt, der ihn gegen die Beeinflussung durch das Virus Immun macht. Gleichzeitig wird Huan alias Sariel Mittler, denn er könnte die Menschen und das GON durchaus versöhnen und so ein friedvolles miteinander herbei führen.
Fazit
Der Roman beginnt recht spannend, doch kann ich mir eines nicht erklären. Die vier Männer die Huan jagen und entführen hatten zuerst keine Decke, aber als sie den Jungen haben, wickeln sie ihn in eine Decke ein. Woher kommt die plötzlich?
Wie auch immer, es ist nicht wichtig nur ein kleines Logikproblemchen. Statt dessen beginnt in der Alster ein Abenteuer, dass auch dort wieder enden wird. Die Zeit zwischen dem hinein geworfen werden und dem auftauchen sorgt dafür, dass Huan ein unglaubliches Abenteuer erlebt, in dem für die Zuschauer am Ufer keine Zeit verstreicht. Andreas Schlüter und Mario Giordano schrieben ein Jugendbuch, um die Abenteuer eines fünfzehnjährigen Jungen, der von seiner Pflicht gegenüber seinem Kater getrieben wurde, seine alte Liebe im Liebeskummer verlor, nur um eine neue zu finden und sich mit den Widrigkeiten des Lebens auseinander setzen muss. Dabei sind die Abenteuer von einer längeren Dauer als sein Aufenthalt im Wasser. Es schien so, als ob keine Zeit dazwischen vergangen wäre.
Der Begriff GON hat mich erst einmal verwirrt, da bei Gerd Scherm GON mit Gott ohne Namen übersetzt wird. Der, die, das GON entpuppt sich als der grosse Gegner der zukünftigen Welt. Der Handlungsmittelpunkt und gleichzeitig das Ereignis, an dem Huan wachsen und bestehen muss. Eine Art Prüfung zum erwachsen werden.
7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne7 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 04. Juni 2008

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