David Morrell: Level 9

Level 9

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-426-63790-6

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Ein neuer Roman um Frank Balanger und Amanda Evert, die er im Buch Creepers (dessen Filmrechte inzwischen verkauft sind) gerettet hat. Allerdings erinnerte mich der Roman Level 9 zu sehr an den von Richard Laymon veröffentlichten Roman Das Spiel aus dem Jahr 2001. Die Thematik bei beiden Erzählungen ist gleich. Eine Frau wird in ein Spiel hinein gezogen, das alsbald tödliche Züge annimmt. Helfen kann in beiden Fällen nur ein Freund bzw. Bekannter. Zwischen beiden Hauptpersonen, die zum Teil weit entfernt von einander tätig sind, besteht eine ständige Spannung, die den Roman mit Leben füllt. In diesem Fall ist es Amanda, die Frank Ballanger sehr stark an seine Frau Diane erinnert, die entführt wird. Der Weg führt Amanda in ein abgelegenes Hochtal in Wyoming. Mit vier weiteren Entführungsopfern wird sie in ein tödliches Spiel verwickelt. Ausgestattet mit präparierter Sprengstoffkleidung, einem Kamera-Mikrofon-Übertragungsgerät kontrolliert der psychopathische Spielleiter seine Spielfiguren. Es gilt über verschiedene Spielebenen hinweg das Rätsel des Grabmals der weltlichen Begierden zu lösen. Der verrückte Spieledesigner will ein PC-Spiel in die Wirklichkeit umsetzen und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Den Kandidaten jedoch bleiben nur vierzig Stunden Zeit, um das Rätsel zu lösen.
Dabei fing eigentlich alles sehr günstig für Frank an. Ein kleiner Geldsegen und eine Einladung des Manhattan History Clubs zu einem Vortrag. Der Geldsegen besteht darin, dass er im Paragon Hotel eine Münze einsteckte. Der goldene Doppeladler ist eine seltene Münze, die ihm zwei Millionen US-Dollar bringt. Der Inhalt des Vortrags beim Geschichtsverein sollte über Zeitkapseln gehen. Ein Lieblingsthema von Frank Balanger. Seit er als junger Knabe eine Zeitkapsel fand, hat er eine Schwäche für diese Thematik und beschäftigt sich immer wieder damit. Aber zwischen dem Vortrag beim Club und dem Erwachen im Ashbury Park und dem Paragon Hotel.
Fazit
Der Roman, der aus der Sicht zweier Personen beschrieben wird, hat mir zu Beginn sehr gut gefallen. Ein wirklich gut gelungener Einstieg, der aber leider mit Fortschreiten der Handlung immer mehr an Schwung verliert, bis er am Ende gerade Mal ein Mittelmass hält. Erwähnenswert ist die Zeitkapsel-Thematik. Hier bietet David Morrell sehr viel Wissenswertes für den Leser, praktisch eine Art Volkshochschulkurs nebenbei.
Creepers war schon ein faszinierender Band, doch den Autor lernte ich kennen, als ich seine Kurzgeschichte Rio Grande Gothic beim Verlag Piazza im Buch 999 gelesen habe. Da wusste ich jedoch nicht, dass er Rambo geschrieben hat. An sich ist er kein schlechter Schriftsteller, aber der vorliegende Roman verlor im Laufe der Erzählung an Schwung.
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 06. Mai 2008

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