Brian scheint ein Typ zu sein, dem man jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen
muss. Seine Familie ist umgezogen und der Elftklässler startet an einer neuen
Schule. Der Grund für den Umzug? Für Brian nicht so wichtig. Im neuen Haus der
Familie gibt es ein Zimmer für Brians Bruder Sean - doch der ist tödlich
verunglückt. Warum hat die Familie ein Zimmer für einen Toten eingerichtet?
Könnte wichtig für Brian sein. Wichtiger sind in Brians Leben zur Zeit Mädchen.
Der 16-Jährige hat beschlossen, dass er nicht als Jungfrau sterben will. In
seinem Alter sei es höchste Zeit, endlich mit einem Mädchen zu schlafen, findet
Brian. Da wäre Ashley, genannt die Grinsekatze. Ashley möchte eine Beziehung und
denkt, dass auch Brian eine möchte. Aber mit jemandem schlafen, der die Zähne
nicht auseinander bekommt und ein Mädchen allein deshalb als Beute abhaken
möchte, weil ER gerade 16 geworden ist? - Nee! Dann wäre da Monica, mit der
Brian sich Liebesbriefe schreibt, die die beiden in die Schlitze ihrer Spinde
werfen. Mit Monica schafft Brian es zwar bis ins Bett - doch dort tut sich ein
neues Desaster für ihn auf.
In der Schul-Theatergruppe soll der privat so sprachlose Brian eine Rolle in "Gottes verlassene Kinder" spielen. Brians Lehrerin erwartet, dass die jungen Schauspieler dafür die Gebärdensprache lernen. Brians Theater-AG erarbeitet sich mit viel Einfühlungsvermögen gemeinsam die Welt Gehörloser. Durch seine Rolle als Gehörloser findet Brian einen Weg aus seiner Sprachlosigkeit. Mit seiner Mitschülerin Amy kann Brian zum ersten Mal seit Seans Tod über seinen toten Bruder sprechen. Er hat das seltsame Schweigen seiner Familie über den Tod beendet. Mit Katya wechselt Brian mehr als nur drei Worte: "Woran denkst du?" "Ach, das ist eine lange Geschichte." "Ich habe Zeit" sagt Katya und läuft nicht weg. Fazit
Brent Runyon stellt Brians Erlebnisse und Gedanken als Einzelszenen unverbunden
nebeneinander, die sich nicht gerade flüssig lesen lassen. Brian - ganz der
muffelige Typ, der nicht über Gefühle spricht und das Thema Mädchen abhaken
will - wirft in seiner Verzweiflung ein paar Brocken hin, die die Leser selbst
in einen Zusammenhang bringen müssen. Doch das Gesamtbild aus tragischen und
komischen Brocken zeigt einen Brian, der seine Gefühle sehr wohl ausdrücken
kann. Für ihn und Katya lässt das auf ein gutes Ende hoffen.
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