Geld ist knapp in Virenzos Familie - und darum merkt seine Mutter sofort, dass
ihr Sohn einen Schein aus ihrem Geldbeutel gestohlen hat. Virenzo träumt von
einer roten Kappe, wie sie sein Freund Jan hat, doch seine Mutter kann sich ein
so teures Teil nicht leisten. Jan und Virenzo sind dicke Freunde, gehen
gemeinsam in eine Klasse und segeln jeden Samstags im Segel-Verein. Virenzo
findet, dass Jan sich viel zu viel von anderen Kindern gefallen lässt. Fragen
danach, warum es Armut gibt, warum Väter ihre Familie verlassen oder warum
manche Kinder zu Tätern und manche zu Opfern werden, hatten die beiden
unterschiedlichen Jungen schon immer bewegt.
Durch einen dummen Streit segeln die Freunde eines Samstags in getrennten Booten - und Virenzos Boot kentert. Virenzo wird gerettet, doch er überlebt nicht. "Man stirbt nicht, wenn man erst 11 Jahre alt ist", denkt Jan. Er fühlt sich schuldig an Virenzos Tod; denn nur wegen ihres Streits waren die beiden in verschiedenen Booten gesegelt. Die Lehrerin der beiden Jungen hatte ihrer Klasse regelmäßig aus Astrid Lindgrens "Die Brüder Löwenherz" vorgelesen. Sie zeigt ihren Schülern nun mit bemerkenswertem Einfühlungsvermögen einen Weg, über Virenzos Tod zu sprechen. Schließlich gelingt es Jan sogar, sich bei der Trauerfeier von seinem toten Freund zu verabschieden - und ein Gespräch mit Virenzos Mutter zu führen. Fazit
Mireille Geus lässt beide Kinder in einfachen Worten aus ihrer Perspektive
erzählen. In altersgemäßer Sprache behandelt die Autorin das Thema Tod, ebenso
wie die unterschiedlichen sozialen Verhältnisse, in denen die beiden Freunde
aufwachsen. "Ich bin hier und du bist tot" rührt zu Tränen und zeigt
zugleich auf sehr tröstliche Art, wie Jan den Tod seines besten Freundes
annimmt. Empfohlen ab 11 Jahren.
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