Nina Blazon: Im Land der Tajumeeren

Im Land der Tajumeeren

Verlag: Ravensburger Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-473-52328-3

Preis: 0,15 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Dopoulos, der Besitzer der Taverne am Rand der Welten, kennt seine phantastischen Kunden zu genau. Die Hausordnung für seine Kneipe kommt deshalb gleich zur Sache: Eigenes Essen darf nicht mitgebracht werden, schon gar nicht Essen, das sprechen kann. Vor 13 Jahren war in Dopoulos Kneipe ein Baby vergessen worden: Tobbs. Seine Eltern sind vermutlich hinter einer der vielen Türen verschwunden, die von dort aus in phantastische Welten, Zeitzonen und Jahreszeiten führen. Inzwischen arbeitet Tobbs als Schankjunge in der Taverne. Im ersten Band "Die Reise nach Yndalamor" war Tobbs der Göttin Kali in die Quere gekommen. Dass er seine Eltern nicht kennt, beschäftigt Tobbs noch immer. Dopoulos scheint seine Gründe zu haben, warum er über die Ereignisse von damals eisern schweigt. In der Taverne arbeitet auch Wanja, die Schmiedin, eine Nichte der russischen Hexe Baba Jaga. Tantchen hat einen Boten geschickt, doch der stürzt schwer verletzt herein und kann sich nach Anwendung neuester Magie-Bio-Technologie nicht mehr an seinen Auftrag erinnern. Wanja entdeckt, dass es sich bei dem Auftrag um die Sicherstellung eines Schatzes im Land der Haigötter handelt und begibt sich sofort auf die Suche. Dass sie es viel zu gefährlich findet, Tobbs mit auf die Schatzsuche zu nehmen, stört ihn wenig, er folgt ihr heimlich. In Tajumeer, dem Archipel der verfluchten Inseln, müssen die beiden Abenteurer einsehen, dass ihre für die Taverne nützlichen Fähigkeiten in der Inselwelt nicht zu gebrauchen sind. Tobbs war noch nie zuvor am Meer und steht dem Wasser als Lebensraum und seinen Bewohnern sehr skeptisch gegenüber. Zu Verhandlungen mit den Bewohnern der Wasserwelt brauchen Wanja und Tobbs einen einheimischen Diplomaten: Maui. Bevor sie sich in die unheimliche Wasserwelt stürzen können, müssen die abenteuerlustigen Landratten zuerst von Maui die Sitten und Gebräche der Wasserbewohner lernen. Tobbs entdeckt dabei ungeahnte Kräfte an sich.

Nina Blazons Figuren sind Grenzgänger, wie Wanja, die von ihren Eltern kurzerhand einen männlichen Vornamen erhielt, damit sie die väterliche Schmiede übernehmen kann. Ohne Wanjas Persönlichkeit aus männlichen und weiblichen Charakterzügen wären ihre Abenteuer in der Wasserwelt nicht denkbar. Im Land der Tajumeeren treffen Lebewesen mit magischen Fähigkeiten aufeinander, die aus unterschiedlichen Kulturen stammen und deshalb Kommunikationsprobleme miteinander haben. Tobbs lernt von ihnen, zwischen kriegerischer Auseinandersetzung und Diplomatie abzuwägen und seine eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen.
Fazit
Blazon hat mit Dopoulos Taverne und ihren schrulligen Besuchern eine eigenwillige phantastische Welt geschaffen. Die Autorin setzt zwar bekannte Figuren wie Baba Jaga, Maui und die Haigötter ein, gibt ihnen jedoch originelle Charakterzüge und überrascht ihre Leser in einer temporeichen Handlung immer wieder. Figuren der Mythologie, die in der Handlung auftauchen, werden im Anhang erklärt. Der Text hat mit 250 Seiten eine überschaubare Länge und spricht Jugendliche ab 10 Jahren an. Auch ältere Leser werden an Nina Blazons hintergründigem Humor und der rasanten Handlung ihren Spaß haben.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Die Sturmrufer
Faunblut
Im Labyrinth der Alten Könige
Katharina
Schattenauge

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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 14. Juli 2007

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