Vampire, Hexen und Magier stehen im Mittelpunkt des Wächter-Zyklus des Russen
Sergej Lukianenko, von dem "Wächter der Nacht" der erste Band ist.
Seit ewigen Zeiten leben die Anderen in unserer Mitte und sorgen dafür, dass das
Gleichgewicht zwischen den Mächten des Lichts und den Mächten der Finsternis
ausgewogen bleibt. Den Wächtern der Nacht und den Wächtern des Tages obliegt es,
dieses Gleichgewicht zu erhalten, doch eines Tages droht dieses Gleichgewicht zu
kippen.
Sicher auch die in Russland überaus erfolgreiche Verfilmung sorgte dafür, dass Sergej Lukianenkos Zyklus auch über die russischen Landesgrenzen hinaus bekannt wurde und er sich zum bekanntesten Fantasy-Autor seines Landes mauserte. Insgesamt kann man den Hype um die Wächter-Romane nur bedingt nachvollziehen. Sergej Lukianenko gelingt es zwar, die Welt der Anderen glaubhaft zu erschaffen, den Vergleich mit Tolkien oder Rowling kann er aber nicht standhalten. Dafür bleibt sein Universum etwas zu farblos. Vampire, die sich in unserer Welt bewegen, sind nicht wirklich neu und auch die Suche nach dem mächtigen Anderen, der das Gleichgewicht der Kräfte ins Wanken bringt, kommt einen aus anderen Werken dieses Genres schon bekannt vor. Auch etwas mehr Spannung hätte "Wächter der Nacht" sicherlich gut getan, denn gerade die erste Geschichte leidet immer wieder unter ziemlich langatmigen Passagen. Fazit
"Wächter der Nacht" ist ein durchwachsender Auftakt zu einer Trilogie,
die wohl nur von echten Fantasy-Fans wirklich verschlungen werden wird.
Fantasy-Gelegenheitleser wird der Roman nur bedingt überzeugen können.
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