Ashland hat ein paar tausend Einwohner, liegt in Alabama und ist die
"Welthauptstadt der Wassermelonen". Besser gesagt, sie war es, bis
Lucy Rider kam. Durch sie fand das jährliche Wassermelonen-Festival ein Ende,
und die Stadt versank in Bedeutungslosigkeit. Wie es dazu kam, daß seine Mutter
das skurrile Fruchtbarkeits-Ritual um den "Wassermelonen-König"
torpedierte und warum sie am Tage seiner Geburt starb, erfährt Tom Rider zwanzig
Jahre später. Sein Besuch in Ashland versetzt die Maschinerie aus
kleinstädtischer Engstirnigkeit und überholter Tradition wieder in Bewegung. Die
scheinheilige gutbürgerliche Maske bröckelt, als sich rassistische Vorurteile
und sexuelle Fantasien zu einem bizarren Höhepunkt steigern. Daniel Wallace,
dessen erster Roman "Big Fish" von Tim Burton verfilmt wurde und
Anfang April in die deutschen Kinos kommt, ist mit "Die Nacht der
Wassermelonen" ein weiterer großer Fischzug gelungen.
Fazit
Was Daniel Wallace erzählt, ist tragisch, komisch, exzentrisch, halt -
ORIGINELL.
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