Violette Szabo wurde 1921 in einer französischen Kleinstadt nordöstlich von
Paris geboren. Mit 19 heiratete sie die große Liebe ihres Lebens, und mit 20
schenkte sie ihrer Tochter Tania das Leben. Mit 24 wurde sie im KZ Ravensbrück
von den Nazis ermordet. Violette war eine von 39 Agentinnen der Sektion F des
Sonderkommandos SOE des britischen Geheimdienstes. Diese jungen Frauen wurden im
zweiten Weltkrieg nach Frankreich geschmuggelt, um dort Sabotageakte
durchzuführen und die Widerstandsbewegung gegen die deutschen Besatzer zu
unterstützen. In mondhellen Nächten sprangen sie mit dem Fallschirm über einer
abgelegenen Wiese ab, um - ausgestattet mit einer falschen französischen
Identität - wichtige Aufgaben für die Untergrundsbewegung zu übernehmen. Die
ständige Gefahr der Entdeckung und deren furchtbare Konsequenzen erforderten von
ihnen und ihren männlichen Kollegen unglaublichen Mut - Yvonne Rudellat, Andrée
Borrell, Vera Leigh und ihre Kameradinnen waren bereit, ihren Beitrag gegen die
Naziherrschaft mit dem Leben zu bezahlen. Und 16 von ihnen taten genau dies. Sie
wurden von der Gestapo entdeckt, gefoltert und ermordet. Monika Siedentopf
erinnert mit ihrem Buch nicht nur an diese mutigen Frauen, sondern sie
beleuchtet auch den geheimdienstlichen Hintergrund. Ihre Dokumentation
persönlicher und machtstrategischer Verwicklungen sowie geheimdienstlicher
Strukturen im Gegensatz zu den Geschichten der Agentinnen machen deren
Tapferkeit im Angesicht der Greueltaten der Nazis in wenig pathetischen Worten
sicht- und fühlbar.
Fazit
Ein herausragendes Buch.
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