Gerhard Gemke: Die hohle Schlange, das Labyrinth und die schrecklichen Mönche von Bresel

Die hohle Schlange, das Labyrinth und die schrecklichen Mönche von Bresel

Verlag: Verlag Carl Ueberreuter [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Fantasy
ISBN-13 978-3-8000-5375-9

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Bresel ist ein beschauliches Städtchen in der Nähe des bayerischen Augsburg, wenn man es denn auf der Landkarte finden würde. Aber immerhin ist auf der Karte der Weg nach Augsburg markiert. Vielleicht sollte man mal eine Sammlung mit Karten imaginärer Städte und Länder anlegen. Ein paar wenige Sehenswürdigkeiten und eine Burg gehören ebenso zur Stadt, wie solche Dinge wie ein Labyrinth, in das aber niemand rein darf. Was will man also mehr? Ein friedliches Städtchen in dem in aller Ruhe und ohne Abenteuer aufwachsen kann.
Ohne Abenteuer? Das sehen die elfjährige Josephine von Knittelstein-Breselberg, Jan, Lisa und Freddy ganz anders. Josephine ist die Stieftochter von Baronin Tusnelda von Knittelstein-Breselberg. Das Besondere an derer von Knittelstein-Breselberg ist jedoch ein Ring, wie wir zu Beginn erfahren. Eine Schlange mit gefährlichen Giftzähnen und dieser Schlangenring wird immer weiter vererbt. Dieser Ring hat eine böse Bewandtnis, denn er könnte Gift beinhalten. Mit diesem Ring macht Oskar Sievers Bekanntschaft. Unfreiwillig natürlich. Oskar Sievers der schon immer mal das Labyrinth unter der Burg erforschen will. Das Erlaubnis wurde von Baronin Tusnelda bislang verwehrt. Doch die schreckliche Stiefmutter von Jo erlaubt ihm plötzlich aus einer Laune heraus, den Besuch des Labyrinths. Wenig später will sie den fleissigen Forscher wieder loswerden. Baronin Tusnelda wird von Jo beobachtet, wie sie eine blutrote Flüssigkeit in den Schlangenring füllt und ausgerechnet mit diesem Ring am Finger Oskar Sievers die Hand drückt. Und später ist Oskar Sievers ein toter Oskar Sievers. Jo selbst will nach dem Tod des alten Sievers das Labyrinth auf eigen Faust untersuchen. Jo hat ein Stück Papier gefunden, dass einen Ausschnitt des Knittelsteiner Labyrinths zeigt. Die Besonderheit ist jedoch die Rückseite, auf der sich Notenlinien befinden und es entstand ein Lied, weil die Höhlenpunkte auf der anderen Seite Noten auf der Rückseite darstellen. Wenn alle Punkte markiert sind, ergibt sich ein Musikstück. Der Liedermacher dieses Klavierstückes ist jedoch unbekannt.
Jan, Lisa und Freddy sind ebenfalls abenteuerlich veranlagt und erkunden das Labyrinth. Dabei werden ein paar Männer beobachtet, die sich in einer der vielen Höhlen im Berg derer von Knittelstein häuslich einrichten. Diese beiden zwielichtigen Gestalten haben eindeutig dunkle Absichten, die in einem Banküberfall enden, der aber nicht glückt, weil der Geldtransporter im Stau stecken geblieben ist. Eine weitere Beobachtung ist Tusnelda gewidmet, die ständig zu den verbliebenen Mönchen des Florian-Ordens Kontakt aufnimmt. Die Mönche scheinen aber mehr dem weltlichen zu frönen, denn dem geistlichen, denn Freddy sieht mindestens einen der Mönche bei windigen Geschäften. Und es gibt noch viel mehr Geheimnisse die es zu lüften gilt.
Fazit
Vorweg, das Jugendbuch ist durchaus geeignet, Erwachsene zu unterhalten. Also Kinder, passt auf eure Sachen auf sonst lesen eure Eltern das Buch zuerst. Ich persönlich halte das Zielpublikum für Zehnjährige und älter, wie es auch vom Verlag angegeben wurde.
Vier jugendliche Helden und mindestens genau so viele Geheimnisse die es zu ergründen gilt. Böse Buben, mysteriöse Begebenheiten und eine schreckliche Stiefmutter. Das sind die Bücher, die heute für die Jugendlichen geschrieben werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zum einen der Autor auch Musiker ist und zum anderen er durchaus in der Lage ist, die Musik mit der Literatur zu kombinieren. Heraus kommt ein fesselndes Buch mit einem grossen Unterhaltungswert. Es ist der erste Roman des Autors das ich lese, wahrscheinlich aber nicht der letzte Roman. Unbedingt empfehlenswert.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne

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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 16. April 2008

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