Berlin Alexanderplatz ist der wichtigste Großstadtroman und "die"
Beschreibung Berlins in den 1920-ger Jahren. "Mit Belrin
Alexanderplatz" erreichte der Berliner Armenarzt Alfred Döblin, der das
Milieu und seine Sprache genau kannte, einen Höhepunkt expressiver
Sprachgestaltung, einen neuen Naturalismus." Er schildert die Geschichte
des kleinen Kriminellen Franz Biberkopf, der vergeblich versucht, ein
anständiger Mann zu werden, nachdem er für den Mord an seiner Geliebten ins
Gefängnis wanderte. "Der möchte groß sein und scheitert an den kleinen
Verhältnissen, möchte ein anständiges Leben führen und landet im Gefängnis, ist
ein Kerl der zum Tier werden kann, und doch ungemein verletzlich, möchte lieben
und wird als Mörder der Geliebten bezichtigt." Dieser - futuristische -
Roman ist das wichtigste Buch des 1878 geborenen Alfred Döblin. Dem Berliner
Schauspieler Ben Becker ist es im Berliner Maxim Gorki Theater gelungen, diesen
Franz Biberkopf lebensecht und gefühlvoll darzustellen. Mit dieser Rolle, aus
meiner Sicht der "Rolle seines Lebens" geht Ben Becker auch auf
Tournee. Er trägt hier in 175 Minuten Auszüge aus Döblins Roman vor. Jedem
Döblin-Liebhaber kann ich nur sagen: Ben Becker "ist" Franz Biberkopf.
Ich selber kann mir keine bessere Verkörperung dieses "getriebenen und
gestoßenen" kleinen Mannes vorstellen. Die - subtile - Ironie von Döblin,
seine Schilderung des Alltagslebens der Kleinen Leute in Berlin, die
ironisch-distanzierte Beschreibung der Aktienhysterie zwei Jahre vor der
Weltwirtschaftskrise (Tendenz: Lustlos, später starke Kursrükgänge, Hamburg
verstimmt, London schwächer) wird von Ben Becker einfach grandios vorgetragen.
Fazit
Es ist nicht leicht, den Klassiker von Döblin zu lesen, der Leser braucht - zu
Beginn - durchaus Geduld. Wer diese Mühe scheut, der ist mit diesem Hörbuch,
diesen 3 CDS bestens bedient - ein Klassiker wird durch Ben Becker in
unvergleichlicher Weise nahe gebracht.Unbedingt hörenswert! weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez1530.htm Vorgeschlagen von Bernhard Nowak
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