Commisario Montalbano ist ja einiges gewohnt. Doch diesmal hat es der alternde
Sizilianer mit dem Faible für das gute Essen mit besonders üblen Objekten zu tun
- Menschenhändlern, die ihre "Ware" über das Meer nach Italien
verschiffen und ohne jede Bedenken über die Klinge springen lassen, wenn es
brenzlig wird. Es fängt ganz harmlos an: der Comissario hilft einem kleinen
Jungen, der gerade mit einem Flüchtlingsboot in Vigàta angekommen ist, doch als
er ihn zu seiner Mutter zurückbringt, hat das Kind große Angst. Montalbano ist
auch nicht ganz bei der Sache, denn beim Schwimmen am Strand von Marinella ist
er mit einem Toten zusammengestoßen, zog ihn unter Aufbietung aller Kräfte an
Land, wurde dafür von einer alten Dame mit einem Eisenrohr niedergeschlagen, und
wurde obendrein auch noch nackt im Fernsehen gezeigt. Doch erst der Mord an dem
Jungen wirft den sizialanischen Ermittler aus der Bahn, und obwohl er
gesundheitlich und psychisch angeschlagen ist, verschiebt er seine längst
beschlossenen Kündigung, um sich selbst um die Untersuchungen zu kümmern. Dank
akribischer Nachforschungen seiner Mitstreiter Augello, Catarella und Fazio
sowie einiger glücklicher Zufälle kommt schon bald Licht ins Dunkel beider
Kriminalfälle und enthüllt skrupellose Machenschaften, die dem Commisario
vollends den Schlaf rauben...
Fazit
Der genußfreudige Commisario und sein Umfeld wird von Camilleri mit Witz und
leichter Ironie porträtiert, was dem brisanten Thema Menschenhandel nichts von
seiner Schärfe nimmt, es als tragischen Kriminalfall jedoch in eine erträgliche
Perspektive rückt.
Die Form des Wassers / Der Hund aus Terracotta Die Stimme der Violine weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez1454.htm Vorgeschlagen von Annette Rieck
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