Robert Carters "Der Bestseller" behandelt den Mord an einem bekannten
Lektor eines New Yorker Verlagshauses. Nicholas Barlow, Verleger eines großen
New Yorker Verlages, wird eines Tages mit einem Mord konfrontiert: Parker
Foxcroft, sein Starlektor, der auch Nobelpreisträger betreut und einen
"untrüglichen Riecher" für qualitativ gute und gutgehende Autoren hat,
wird eines Tages in seinem Büro umgebracht. Kaum jemand ist jedoch unglücklich
über den Tod dieses Menschen, der privat ein reines Ekel war und alle
Mitarbeiter im Hause beleidigt hat. Pech nur für Ich-Erzähler Nicholas Barlow,
den Präsidenten und Verleger: er hatte nämlich just vor dem Tode Foxcrofts eine
lautstarke Auseinandersetzung mit ihm und gilt der Polizei als
Hauptverdächtiger, zumal er sich weigert, in das obligatorische Loblied auf den
Ermordeten mit einzustimmen. So bleibt ihm keine andere Wahl, als selber den
Mörder zu finden...
Das Buch ist eine exzellente Beschreibung des Buch- und Verlagsgeschäftes. So habe ich erfahren, wie Bücher verkauft gehen. So fand ich interessant zu hören, dass mindestens 30 Prozent aller Bücher Verluste einbringen, 40% gerade einmal die Produktionskosten decken. Wie ein Autor es schafft, verlegt zu werden, wird ebenfalls in diesem amüsanten Buch deutlich gemacht. Außerdem ist es ein sehr gut geschriebener Kriminalroman, der äußerst spannend aufgebaut ist, glaubwürdige und gut gezeichnete, differenzierte Charaktere enthält, den Literaturbetrieb elegant auf die Schippe nimmt und zahlreiche literarische Anspielungen enthält, die die "Würze" in der gut gemachten "Suppe" ausmachen. Fazit
Kurz: eines der besten Krimis, die ich gelesen habe: spannend und sehr
unterhaltend zugleich. Unbedingt empfehlenswert.
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