Jonas Nichts ist schon ein seltsamer Name. Als er von einem stummen Diener in
die Hände der Pflegeeltern gelegt wird, steht auf einem Zettel nur der Vorname
Jonas und als Nachname wurde nichts eingetragen. Daher entstand der
ungewöhnliche Name des Helden. Er wächst beim Wirt Brand auf. Die Frau im Haus
ist die Magd Elsa. An ihrer Seite lebt Jonas ein unbeschwertes Leben auf dem
Land. Das geruhsame und angenehme Leben wird eines Tages aus den Angeln gehoben.
Der Rechtsanwalt Peregrin Aber eröffnet dem Jungen ein Testament und erklärt
ihm, er habe ein Herrenhaus geerbt, das nicht nur wunderlich ist, sondern auch
so heisst. Gleichzeitig gibt sich Peregrin Aber als sein Vormund aus. Die beiden
machen sich auf zum Haus Wunderlich und Jonas stellt fest, dass der Name
Programm ist. Das Gebäude wird von der Schwester jener Frau bewohnt, die sich
als Wohltäterin von Jonas heraus stellt. Allerdings sind weder das Gebäude noch
die Bewohnerin besonders freundlich. Jonas soll nun im Haus Wunderlich
einziehen, mit dem stummen Diener Rubens als Bediensteten. Wunderlich wird es zu
Beginn, als ihm der Stumme Diener einen Zettel in die Hand drückt, auf dem
steht, dass Jonas sagen soll, er sei dreizehn Jahre alt und nicht zwölf. Der
stumme Diener gibt ihm zudem zu verstehen, dass er Jonas beschützen wird. Ab
sofort ist das Leben von Jonas voller Abenteuer. Ihm wird nach dem Leben
getrachtet und die Flucht führt ihn in ein Zimmer, dessen Zutritt ihm eigentlich
verwehrt ist. Seine beiden Basen verschwanden manchmal tagelang darin. Das
Spielzimmer der verstorbenen Baronin Clara öffnet mit dem alten Schrank die Tür
in die fremde Welt Kanaria. Dies ist die Welt der herzlosen Königin und eine
Vorhersage sagt aus, ein zwölfjähriger Junge wird die Kaiserin und den Hirten
stürzen. Doch vorerst gelangt er in ein vom Krieg zerrüttetes Land. Ihm begegnen
wie Alice im Wunderland oder wie Dorothy im Zauberer von Oz die seltsamsten
Wesen. Getrennt von seinem Diener Ruben findet er in Ole Mond einen Freund.
Beide bemühen sich, Ruben zu finden. Jonas muss jedoch auch den Spinnenpalast
finden.
Fazit
Wieder einmal mehr ein Junge, der bei Pflegeeltern oder im Waisenhaus aufwächst.
Wieder einmal mehr ein Junge, der aus seiner Welt heraus gerissen wird und in
einer phantastischen Welt landet. Wieder einmal mehr ein Junge, der die Welt
rettet. Achtundvierzig lange Kapitel standen mir bevor. Jedes Kapitel mit einer eigenen Überschrift, die seltsam genug anmuteten. Eine Erzählweise, die mir seltsam bekannt vorkam und mit jedem Satz besser gefiel. Und mit jedem Satz den ich las, fesselte mich das Buch mehr und ich wollte es gar nicht aus der Hand legen. Da war mir egal, dass mir die Grundidee das Harry Potter Fieber ins Hirn blies. Wieland Freunds Erzählung um Jonas Nichts gefiel mir mit jedem Satz mehr. Jonas Nichts ist ein gekonnt geschriebenes Buch. Überall finden sich Hinweise auf andere Bücher und Figuren. Der Stil ist erfrischend anders und lässt uns das Fantasyreich farbenprächtig vor Augen führen. Der einzige Nachteil ist die Vorhersehbarkeit. Die Erfüllung dieser Mission hing mir wie ein Damoklesschwert über dem Kopf. Dabei stand mit Ole Mond jemand anderes zur Verfügung, der die Prophezeiung hätte erfüllen können. Gespensterlied weitere Rezension zu diesem Buch schreiben Rezension als PDF-Datei speichern Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez3479.htm weiterführende Links:
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