Hans R. Giger, Lutz Riedel: Die verloren gegangene Kunst des Zwielichts

Die verloren gegangene Kunst des Zwielichts

Verlag: LPL records [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Hörbuch
ISBN-13 978-3-86552-000-5

Preis: 1,49 Euro bei Amazon.de [Stand: 29. September 2016]
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Das Hörbuch-Label LPLrecords wirbt mit dem Slogan "Gänsehaut für die Ohren". Da ist es nicht verwunderlich, dass sich das Label auf die Veröffentlichung von Horrorgeschichten spezialisiert hat. Neben den Klassikern von Brian Lumley und H.P. Lovecraft ist nun die zunächst vierteilige Reihe "Vampirric" erschienen. Präsentiert wird diese Serie von niemand anders, als dem bekannten Schweizer Künstler HR Giger, der einem breiten Publikum durch den Bildband "Necronomicon" und den Figuren des SF-Klassikers "Alien" bekannt ist. Auf jeder CD spricht Giger das Worwort für die kommenden Geschichten. Für die erste Folge hat man sich für zwei recht unterschiedliche Vampir-Geschichten entschieden.

Den Anfang macht "Die verloren gegangene Kunst des Zwielichts" von Thomas Ligotti, in der ein Halbblut auf den Besuch seiner unheimlichen Verwandschaft wartet und alsbald feststellen muss, dass diese nicht nur zum Feiern gekommen ist. Die Geschichte nimmt den Großteil der CD ein und ist ein makaberes, wenn auch nicht hochspannendes Stück anspruchsvoller Horror-Literatur.

Als Schmankerl folgt dann die Kurzgeschichte "Das Federkissen" von Horacio Quiroga, welche aus dem Jahr 1918 stammt und das Highlight auf dieser CD ist. Eine junge Frau leidet von einem Tag auf den anderen an einer rätselhaften krankheit. Sie wird von Tag zu Tag schwächer und erst nach ihrem Tod findet der Ehemann den Grund für ihre mysteriöse Erkrankung.

Gelesen werden beide Geschichten von Lutz Riedel, einem hochkarätigem Synchron-Regisseur und bekannt als deutsche Stimme von Timothy Dalton. Auch hier zeigt Riedel seiner außergewöhnlichen Sprecher-Qualitäten, da die Lesungen beider Werke ein absoluter Ohrenschmaus sind.
Fazit
Mit dieser ersten Folge ist LPLrecords ein guter Auftakt gelungen. Die Serie ist sicher noch steigerungsfähig, aber wegen der ungewöhnlichen Geschichten und der ausnahmslos guten Sprecher jedem Hörbuch-Fan zu empfehlen.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 24. Februar 2005

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