Lucy Clarke: Das Haus, das in den Wellen verschwand

Das Haus, das in den Wellen verschwand

Verlag: Piper Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-492-06029-5

Preis: 14,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 10. Dezember 2016]
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Um ihrem tristen Leben in England zu entfliehen, wagen Lana und ihre beste Freundin Kitty das große Abenteuer. Sie begeben sich auf eine Weltreise, die sie zu Beginn auf die Philippinen führt. Dort lernt Lana einen Jungen namens Danny kennen. Er ist Mitglied einer jungen Crew, die mit der Segelyacht "The Blue" nach Neuseeland will. Lana und Kitty freunden sich mit den Crewmitgliedern an und sind außer sich vor Freude, als sie Teil der Besatzung werden können. Es beginnt eine aufregende Zeit an Bord. Allerdings hat die traumhafte Kulisse der Südsee ihre Grenzen. Als ein Crewmitglied spurlos verschwindet, verwandelt sich die Überfahrt zu einem Albtraum.

"Das Haus, das in den Wellen verschwand" ist der dritte Roman der walisischen Autorin Lucy Clarke. Wer in Anbetracht des Titels und des Covers an einen seichten Frauenroman denkt, sieht sich getäuscht. "The Blue" (so der Originaltitel) ist ein spannender, äußerst vielschichtiger Roman, der spannend und interessant beginnt und sich kontinuierlich entwickelt. In zwei unterschiedlichen Handlungssträngen, die Lara einmal in der Gegenwart und einmal in der jüngeren Vergangenheit an Bord der Blue zeigen, erzählt Lucy Clarke eine Geschichte, die im Verlauf immer mehr offene Fragen aufwirft und den Leser überrascht.

Stückchenweise kommen die Motive und der jeweilige Background der Figuren ans Licht. Und sehr schnell wird klar, dass an Bord der Blue nicht alles so friedlich ist, wie es zunächst erscheint. Doch was sich dort wirklich zugetragen hat und welche Motive die jeweiligen Figuren haben, bliebt bis zur allerletzten Seite offen. Gerade diese Enthüllungen gelingen Lucy Clarke wirklich mehr als beeindruckend. Immer wenn man als Leser glaubt, die Wahrheit nunmehr zu kennen, gibt es ein weiteres Motiv aus einer Ecke, an die man nicht gedacht hat. Letztlich schafft es die Auto sehr vorbildlich den Leser nur das sehen, verstehen und glauben zu lassen, was sie für diesen Moment für richtig hält.

Auch stilistisch kann der Roman absolut überzeugen. Lucy Clarke bedient sich einer einfach, aber sehr atmosphärischen und bildhaften Sprache, die den Leser weder langweilt noch überfordert.
Fazit
Spannend wie ein Thriller, gefühlvoll wie ein Liebesroman und sehnsuchtsweckend wie ein Reiseführer. "Das Haus, das in den Wellen verschwand" ist ein absolut lesenswerter Roman, der mich von der ersten bist zur wirklich allerletzten Seite gefesselt hat und einige Überraschungen für den Leser bereit hält. Das ist Unterhaltungsliteratur auf sehr hohem und äußerst lesenswertem Niveau!
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 09. Juli 2016

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