Die Kernidee des Buches ist extrem viel Geld und die Frage, ob eine solche
gigantische Summe eine Veränderung in unserer Welt bewirken könnte. Zur
Anhäufung dieses Betrages bedurfte es fünfhundert Jahre. Ein Vermächtnis, über
Generationen verwaltet durch eine italienische Anwaltsfamilie, ermöglichte dies.
Dann folgten einige raffinierte rechtliche Schachzüge um dieses Vermögen
möglichst ohne allzu große Erbschaftssteuer an einen mittellosen Pizza-Ausfahrer
zu bringen.
Der Protagonist John Fontanelli wird mit dem Geldvermögen und dem Vermächtnis, der Menschheit die Zukunft zurück zugeben konfrontiert. Ein Leben in Wohlstand und Luxus beginnt, verbunden mit der Spekulation wie dieses Vermächtnis zu erfüllen ist. Ein dubioser Helfer kommt ins Spiel, erhält Prokura und beginnt seine Vorstellung von der Prophezeiung zu realisieren. Bald darauf wird John entführt. Sein Leben hängt an einem seidenen Faden. Er lernt Armut und Leid hautnah am eigenen Leib kennen. Wochen später gelingt ihm die Rückkehr in die zivilisierte Welt und auf seinen Platz darin. Es kommt zur notwendigen Trennung von seinem Prokuristen. Doch die Macht des Gegenspielers hat inzwischen erheblichem Einfluss auf zahlreiche Kontrollstellen erhalten. Zwei Männer versuchen mit zwei unterschiedlichen Ideen die Welt zu verändern. Ein spannender Wettlauf beginnt. Das Finale soll hier offen bleiben. Fazit
Dem Buch mangelt es eher an Handlung, als an guten Erklärungen, wie die heutige
Welt funktioniert. Der Autor nutzt die Geldmenge wie eine Lupe um die
Funktionsweise von Welt- und Geldwirtschaft zu betrachten. Dabei beschränkt er
sich nicht nur auf Volks- und Betriebswirtschaft, sondern durchstreift mit
philosophischen, ethischen, mathematischen aber auch mit radikalen Ideen eines
advocatus Diaboli die Möglichkeiten mit viel Geld Einfluss auf unsere
menschliche Zukunft zu nehmen. Das Werk ist umfangreich, aber keinesfalls
langatmig. Ob die gefundene Lösung wirklich die beste für die Menschheit ist,
muss jeder Leser für sich selbst entscheiden.
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