Hannes Klug: Viktor und der Wolf

Viktor und der Wolf

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinderbuch
ISBN-13 978-3-499-21746-3

Preis: 9,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Bei starkem Sturm entkommt ein Wolf aus einem Gehege, der dort von einer Privatperson illegal gehalten wurde. Viktor begegnet dem jungen Wolf auf dem verlassenen Bahngelände, seinem liebsten (verbotenen) Spielplatz. Er spürt die Anwesenheit des wilden Tiers am ganzen Körper. Streuner nennt Viktor den Wolf liebevoll. "In der Stadt gibt es keine Wölfe," meint Viktors Mutter, als sie von seinem Erlebnis erfährt. Das Jungtier hat nicht gelernt selbst Nahrung zu jagen und deshalb geringe Überlebenschancen. Dummerweise verrät ein Klassenkamerad Viktors, dass ein Wolf in der Stadt unterwegs ist. Die Menschen sind beunruhigt, schließlich ist der Wolf ein traditionell gefürchtetes Tier. Doch die Amtstierärztin sieht die Angelegenheit gelassen und will das Jungtier betäuben und einfangen. Wie ein Detektiv muss Viktor nun herausfinden, wohin Streuner gebracht worden ist, wenn er den Wolf wiedersehen will. Viktor freundet sich mit dem Tierpfleger und dessen Tochter Klara an. Tierpfleger Konrad vermittelt Viktor, dass Streuners Unterbringung Geld kostet und Arbeit macht, indem er Viktor mitarbeiten lässt. Um einen Wolf wieder auszuwildern, muss nach einer Erbgutanalyse das Territorium des Tieres ermittelt werden - und das kann dauern. Streuners Auswilderung erweist sich als unerwartet schwierig, weil er schon zu stark an Menschen gewöhnt ist.

Parallel zu diesem Handlungsstrang entdeckt Viktor, dass Streuner von einem dubiosen Händler illegal verkauft worden ist. Dem Mann würde er zu gern das Handwerk legen, doch dazu ist - für Kinder nicht ungefährliche - Ermittlungsarbeit nötig. Während Viktor in seiner Klasse noch immer ein Einzelgänger ist, reagieren Viktors Mutter und sein Lehrer auf seine Wolfsbegeisterung sehr gelassen und unterstützen ihn nach Kräften. Allmählich wandelt sich Viktor von einem Kind, dem anfangs der Tod des Vaters wie ein Stein auf der Seele lag, zum selbstbewussten und anerkannten Wolfsexperten.
Fazit
Hannes Klug zeigt hier, wie ungeübte Leser mit einer spannenden Erzählung in einfacher Sprache und kurzen Sätzen gefesselt werden können. Auf die Vermenschlichung des Wolfs, der zeitweise sehr menschlich denkt, könnte Klug dabei für zehnjährige Leser ruhig verzichten und menschliche und tierische Empfindungen voneinander trennen.
8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne8 Sterne
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 20. Mai 2016

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