Jacques Berndorf: Die Raffkes

Die Raffkes

Verlag: grafit [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
ISBN-13 978-3-89425-283-1
Preis: 9,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 09. Juli 2008]

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Ein Restaurant in Berlin fliegt in die Luft. Staatsanwalt Jochen Mann ist nicht zufällig als erster am Tatort. Er hatte hier eine Verabredung mit einem wichtigen Rechtsanwalt. Der ermittelnde Kriminalbeamte Ziemann erkennt schnell die Fähigkeiten Manns und sorgt dafür, das er dem Ermittlungsteam zugeteilt wird. Bald wird klar, es geht um viel Geld, Korruption und Filz in der Berliner Großbank. Die agierenden Kräfte sind nicht zimperlich. Gewalt, bis hin zum Mord, wird eingesetzt wo es nötig ist. Ziemann wird bald Opfer seiner Ermittlungen. Aber es sieht wie Selbstmord aus. Mann trifft das schwer. Er arbeitet an dem Fall weiter und bekommt über seine wohlhabende Tante Kontakt zu wichtigen Personen in dieser Konspiration. Koniew, eine Art russischer Pate, verhilft Mann mit gezielten Tipps und mit dem Bodygard ähnlichen Begleiter Peter zu der richtigen Spur. Die Ziele des Russen bleiben nebulös und dubios, aber seine Tipps sind ausgezeichnet und unverzichtbar für Manns weitere Ermittlungen.

Es kommt zu recht spannenden Entführungs- und Befreiungsaktionen. Der Filz wird aufgedeckt und durchgemischt. Am Ende hat die Staatsanwaltschaft eine Menge Anklageschriften vorzubereiten. Mann übersteht die zahlreichen gefährlichen Aktionen mit Peter zwar unverletzt, hat aber seine Kompetenzen als ermittelnder Staatsanwalt zu weit überschritten und wird suspendiert. Zusammen mit seiner neuen Freundin steht Mann am Ende des Buches vor einer Entscheidung.
Fazit
Dem Autor Jacques Berndorf ist ein spannender Kriminalroman gelungen, der die Berliner Bankenaffäre zwar nicht nachstellt, aber eine Menge über jene Klientel verrät. Der Protagonist Jochen Mann ist eine recht ambivalente Figur, mit der der Leser nicht so recht warm wird. Der Spagat zwischen Staatsdiener und befreiender Rambo kommt deshalb nicht glaubhaft beim Leser an. Sehr gut beschrieben sind die handelnden Szenen, bei den Dialogen ist der Umgangston zeitweise aber zu locker und wirkt deshalb unecht.

Vorgeschlagen von Lothar Hitzges [Profil]
veröffentlicht am 28. Februar 2004

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