Kate Morton: Das Seehaus

Das Seehaus

Verlag: Diana Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-453-29137-9

Preis: 22,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Die britische Polizistin Sadie Sparrow versorgt in einer laufenden Ermittlung einen Journalisten mit Interna. Die Sache kommt raus und Sadie droht eine Strafe durch ihren Vorgesetzten. Um dieser zu entgehen nimmt sie Urlaub und besucht ihren Großvater in Cornwall. Beim Joggen entdeckt sie eher zufällig ein altes und verlassenes Haus. Von einer Bekannten ihres Großvaters erfährt Sadie, dass es sich um ein Haus namens Loeanneth handelt und der Familie von Alice Edevane gehört hat. Die Familie der bekannten Schriftstellerin hat dort alljährlich ein großes Mittsommerfest veranstaltet. In den 1930er Jahren ist bei einem dieser Feste ein kleiner Junge verschwunden. Kurz darauf hat die Familie das Haus aufgegeben und ist mit ihren Töchtern nach London gezogen. Die Geschichte wecke Sadies Spürsinn. Was hat die Familie damals bewogen, das Haus von einem Tag auf den andren zu verlassen? Sadie beginnt, sich intensiver mit der Familie zu beschäftigen und stößt dabei auf zahlreiche Geheimnisse.

Die Australierin Kate Morton hat sich mit ihren Romanen und deren Mischung aus Krimi und Familiengeschichte auch in Deutschland eine große Fangemeinde erschrieben. Mit großer Spannung sah ich ihrem Roman "Das Seehaus" entgegen, sollte es doch mein erster Berührungspunkt mit der Autorin sein. Leider musste ich recht schnell feststellen, dass ich die allgemeine Euphorie nur bedingt nachvollziehen kann.

Mit einen starken Prolog, der viele Fragen aufwirft und den Leser gut in die Geschichte einführt, eröffnet Kate Morton ihren Roman. Jedoch flacht der Roman sehr schnell ab. Sie hat zwar eine intensive Geschichte mit zahlreichen und interessanten Figuren erschaffen und kann mit einem steten Wechsel der Gegenwart und der Vergangenheit das Interesse und die Neugier aufrechterhalten. Jedoch wurde mein Lesefluss immer wieder durch den teils ausufernden, teils sehr blumigen Erzählstil gebremst. Kate Morton verliert sich immer wieder in Details und Szenen die mich weder interessiert, noch angesprochen haben. Mehrfach habe ich überlegt, ob ich mich wirklich bis zum Ende durchkämpfe.

Andererseits hat mich schon interessiert, wie das Ganze aufgelöst wird. Leider konnte mich auch das nur bedingt überzeugen. Für meinen Geschmack ist das alles zu glatt, zu konstruiert. Hier hätte ich mir mehr eigenen Interpretationsspielraum gewünscht.
Fazit
Fans stimmungsvoller Familiengeschichten mit einer Portion Kriminalhandlung werden bei "Das Seehaus" durchaus auf ihre Kosten kommen. Und wer sich mit dem recht schwülstigen Erzählstil anfreunden kann, wird unter Umständen bestens unterhalten. Ich musste mich durch zahlreiche Kapitel wirklich quälen. Da mich auch das Ende nicht wirklich begeistern konnte, reicht es für "Das Seehaus" nur für eine durchschnittliche Bewertung.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 14. März 2016

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