Michael Tsokos: Zerschunden

Zerschunden

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-426-51789-5

Preis: 14,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 10. Dezember 2016]
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Der Berliner Rechtsmediziner Dr. Fred Abel wird mit einem ungewöhnlichen Mordfall in Berlin konfrontiert, als er die Leiche einer älteren Frau auf den Seziertisch bekommt, die mit einer ganz persönlichen Signatur versehen wurde. Als in London ein weiterer Mord nach dem selben Muster passiert, ist für Fred Abel klar, dass hier scheinbar ein Serienmörder am Werk ist, der seine Opfer in der Nähe von Flughäfen aussucht. Die Situation verschärft sich, als Abels alter Freund Lars Moewig als Tatverdächtiger festgenommen wird. Er hat für die Morde kein Alibi, beteuert aber seine Unschuld. Und dann ist da noch Moewigs kleine Tochter, die im Sterben liegt. Abel verspricht seinem Freund die Wahrheit so schnell wie möglich herauszufinden.

Professor Michael Tsokos ist auf der Literaturbühne kein unbeschriebenes Blatt. Der Leiter des Institutes für Rechtsmedizin der Berliner Charité hat bereits zahlreiche Sachbücher geschrieben und gab sein Romandebüt zusammen mit Sebastian Fitzek in "Abgeschnitten". Jetzt also der erste Soloauftritt, der kein wirkliches Solo ist, wurde Michael Tsokos doch von Andreas Gößling unterstützt, einem Autor der schon einige Romane unter Pseudonym verkauft hat. Doch aus markttechnischen Gründen hat man sich für den bekannten Professor als Zugpferd entschieden.

Das besondere an "Zerschunden" ist, dass es sich um einen True-Crime-Thriller handelt, sprich der Fall tatsächlich passiert ist. Natürlich haben sich Michael Tsokos und Andreas Gößling ein paar schriftstellerische Freiheiten gegönnt, doch Michael Tsokos verspricht, dass die Geschichte einen hohen Grad an Authentizität besitzt.

So kommt ein Roman heraus, der sicher nicht den Anspruch erhebt, wirklich große Literatur zu sein. Er will, und das macht er auch gut, unterhalten und dem Leser ein paar spannende Momente schenken. Dafür haben die beiden Autoren ein Händchen. Die Sprache ist einfach, direkt, manchmal etwas vulgär, doch passend zur Handlung und zu den Figuren.

Am Ende gibt es einen fiesen Cliffhanger, auf dessen Auflösung man jedoch einige Zeit warten muss, denn Michael Tsokos kündigt im Nachwort bereits an, dass der zweite Fred-Abel-Roman zeitlich vor "Zerschunden" spielen wird.
Fazit
Fans von Serienmörder-Romanen kommen bei "Zerschunden" auf ihre Kosten. Der Roman liest sich gut und bietet solides Handwerk, ohne jedoch ein Glanzlicht des Genres zu sein.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 04. Oktober 2015

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