Marc Levy: Bis ich dich wiedersehe

Bis ich dich wiedersehe

Verlag: Blanvalet Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-442-38238-5

Preis: 8,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 08. Dezember 2016]
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Kunstexperte Jonathan hat eine große Passion: die Werke des russischen Malers Wladimir Radskin. Als fünf Werke des Malers auftauchen, scheint Jonathan seinem größten Traum ganz nah zu sein, denn unter den fünf Bildern soll auch ein verschollenes Bild sein. Zusammen mit seinem Freund Peter, einem bekannten Auktionator begibt sich Jonathan nach London, wo er auf die Galeristin Clara trifft, die sich im Besitz der Bilder befindet. Mit ihr hat er ein unglaubliches Déjá-vu-Erlebnis. Allerdings will er sich seine Gefühle nicht eingestehen, da er in seiner Heimat New York kurz vor der Hochzeit mit der Malerin Anna steht.

Wer schon Bücher von Marc Levy gelesen hat, weiß. dass es der Franzose wirklich hervorragend versteht, Liebesgeschichten auf eine ganz spezielle Art und Weise zu erzählen, ohne dabei vor Kitsch und Pathos triefende Buchseiten abzuliefern. Ein solches Potential hat auch diese Geschichte von ihm, die sich auf fast unglaublich gute Weise mit der Frage beschäftigt, ob eine wirklich starke Liebe immer und immer wieder zusammenfinden kann. Das Marc Levy dabei ein wenig ins Esoterische, Transzendale, fast Übersinnliche abgeleitet ergibt sich von selbst, ist aber nicht störend.

Störender und auch ärgerlicher fand ich, dass Marc Levy das große Potential seiner Geschichte nicht ausnutzt. Und das liegt an seiner Erzählweise, genauer gesagt, seiner Erzählperspektive.

Marc Levy arbeitet bei diesem Roman mit einem allwissenden Erzähler, der mühelose die Gedanken und Gefühle aller Figuren kennt und darstellt. Und so wechselt Marc Levy mitunter innerhalb einer Szene mehrfach die Perspektive. Das hat zur Folge, dass man als Leser immer wieder stutzt, wenn ganz plötzlich eine ganz andere Figur spricht. Außerdem hat das zur Folge, dass man mit keiner der Figuren, vor allem nicht mit Jonathan, eine echte Bindung eingeht. Alle Figuren bleiben durch diese Allwissenheit oberflächlich und kühl. Gerade das ist schade, denn Jonathans Begegnung mit Clara ist nicht nur für ihn eine Begegnung mit weitreichenden Folgen.

Zum Ende nimmt der Roman dann immer stärker Züge eines Thrillers an, was der Story gut tut. Auch das Ende kann überzeugen, ist es doch anders als erwartet. Umso ärgerlicher ist es, dass der Lesespaß durch die für meinen Geschmack falsche Perspektive gemindert wird.
Fazit
Wer Romane von Marc Levy kennt und mit der Allwissenheit des Erzählers gut klarkommt, wird mit „Bis ich dich Wiedersehen“ eine ungewöhnliche Geschichte finden, die zwischen Lovestory, Esoterik und Thriller pendelt. Mein Lesegenuss wurde durch die Perspektive leider ein wenig getrübt.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 02. Mai 2015

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