Professor van Dusen: Professor van Dusen im Spukhaus

Professor van Dusen im Spukhaus

Verlag: Allscore [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Krimi
Amazon-Bestellnummer B00U6SW53Q

Preis: 7,79 Euro bei Amazon.de [Stand: 03. Dezember 2016]
Preisvergleich bei buecher24.de
Über seine langjährige Freundin Penny De Witt kommt der Reporter Hutchinson Hatch an einen interessanten Fall. In einem alten Haus am Rand der Klippen soll es immer wieder spuken! Als Pennys Cousin in diesem Haus unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, ist Hatch's Interesse geweckt. Die beiden verbringen eine Nacht in dem Haus und werden dabei mit geisterhaften Vorkommnissen konfrontiert. Als es am nächsten Morgen einen weiteren Toten gibt, kann nur noch einer den Fall lösen: Die Denkmaschine Professor Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen!

Die Freude war groß, als vor einiger Zeit bekannt wurde, das Van-Dusen-Erfinder Michael Koser an neuen Fällen seines legendären Kriminalisten arbeitet, der im Rundfunk der 70er und 80er große Erfolge feiern konnte. Da die alten Hörspiele derzeit eine Renaissance erleben und vom Label Highscore Music neu veröffentlicht werden, lag es auf der Hand, auch neue Fällen folgen zu lassen.

Allerdings liegt die Messlatte ziemlich hoch, da die beiden damaligen Sprecher Friedrich W. Bauschulte (Prof. van Dusen) und Klaus Herm (Hutchinson Hatch) ihre Paraderollen legendär gesprochen haben. Hinzu kommt natürlich auch, dass sich das neue Van-Dusen-Duo der Hörspielkonkurrenz von Sherlock Holmes und Dr. Watson stellen muss. Und da sind Christian Rode und Peter Groeger derzeit das Maß aller Dinge.

Nach einer eigenen Idee hat Michael Koser zusammen mit dem hörspielerfahrenen Marc Freund einen guten und durchaus kniffligen Fall erdacht, der zwar noch Luft nach oben hat, aber durchaus für spannende und unterhaltsame Hörspielminuten sorgt. Für die Hauptrollen wurden mit Bernd Vollbrecht (Prof. van Dusen) und Nicolai Tegeler (Hutchinson Hatch) zwei erfahrene Sprecher verpflichtet. Von diesen macht vor allem Nicolai Tegeler seine Sache richtig gut, zumal seine Stimme der von Klaus Herm recht ähnlich ist. Auch Bernd Vollbrecht macht seine Sache nicht schlecht und müht sich redlich, kommt aber bisher weder an Friedrich W. Bauschulte heran, noch hat er die liebenswerte Arroganz in der Stimme, wie sie Christian Rode als Sherlock Holmes perfektioniert hat. Und auch das frozzelige Kappeln, das Rode und Groeger bis ins Detail auskosten, kommt bei Van Duse und Watch hier noch nicht so gut zum Tragen. Auch da waren die alten Sprecher noch im Vorteil.

Erschwerend für die beiden Sprecher kommt bei dieser Folge noch hinzu, das Christian Rode und Peter George in zwei kleinen Nebenrollen dabei sind und mir sogar den Eindruck vermittelt haben, eine klitzekleine Spur präsenter zu sein. Sehr gut sind die weiteren Rollen besetzt, bei denen vor allem Vera Bank als Penny De Witt und Luise Lunow als Emily Adams überzeugen können.

Die akustische Umsetzung ist sehr zurückhalten und ähnelt sehr den alten Folgen, was ich als sehr angenehm empfinde. Umso wichtiger ist es, dass Bernd Vollbrecht noch als Professor van Dusen zulegt.
Fazit
Der Neustart der Professor-van-Dusen-Fälle ist durchaus gelungen, auch wenn es noch sowohl bei den Geschichten, als auch bei der stimmlichen Umsetzung der Hauptfigur noch Luft nach oben gibt. Trotzdem freue ich mich, dass Van Dusen wieder da ist!
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
Weitere Rezensionen zu Büchern von Professor van Dusen:
Die neuen Fälle, Fall 7: Professor van Dusen zündet ein Feuerwerk
Ein Mörder bei Madame Tussaud
Eine Unze Radium
Lebende Bilder - toter Mann
Professor van Dusen jagt einen Schatten
Professor van Dusen reitet das Trojanische Pferd
Professor van Dusen schlägt sich selbst
Professor van Dusen taut auf
Professor van Dusen und das Haus der 1.000 Türen
Stimmen aus dem Jenseits

weitere Rezension zu diesem Buch schreiben
Rezension als PDF-Datei speichern
Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez8833.htm

Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 15. April 2015

Buchtips.net 2002 - 2016  |  Kontakt  |  Impressum