Paul Brannigan, Ian Winwwod: Birth School Metallica Death

Birth School Metallica Death

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Biografie
ISBN-13 978-3-426-27647-1

Preis: 32,00 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Anfang der 80er Jahre kreuzen sich in Kalifornien die Wege zweiter Jungs. Der aus Dänemark stammende Lars Ulrich lernt über eine Anzeige den Sänger und Gitarristen James Hetfield kennen. Sie spielen in einer Band und haben den Traum, den Heavy Metal zu revolutionieren. Gerade Schlagzeuger Lars Ulrich geht sehr geschäftsmäßig an die Sache heran und lässt keine Gelegenheit aus, seine Band zu promoten und anzupreisen. Und so erarbeiten sich Metallica ohne jeglichen Rundfunkeinsatz und anfangs auch ohne jede Sendeminute beim damals allmächtigen Sender MTV eine stetig wachsende Fangemeinde. Von Jahr zu Jahr, von Tour zu Tour nimmt der Erfolg zu, bis Metallica mit ihrem fünften Album den Zenit erreichen. Heute zählt die Band aus der Bay Area zu den größten Rockbands aller Zeiten.

Die beiden Musikjournalisten Paul Brannigan und Ian Winwood zeichnen in "Birth School Metallica Death" den Weg der kalifornischen Metalband überaus eindrucksvoll nach. Seit Jahren haben die beiden Journalisten unzählige Interviews mit den Bandenmitgliedern geführt und sie auf ihren Tourneen begleitet. So ist diese Bandbiografie ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen.

Dabei ist das Buch alles andere ein 600seitiger Lobgesang auf eine Band, die ohne Übertreibung die Musikrichtung des Heavy Metal nicht nur geprägt, sondern maßgeblich beeinflusst hat. Brannigan und Winwood zeichen ein überaus authentisches und nachvollziehbares Bild einer Band, die wirklich jedes Klischee bedient hat. Sex, Drugs and Rock`n'Roll ist für Metallica ein Lebensmotto, dass gerade zu Beginn ihrer Karriere über allem stand. Trotzdem wird auch deutlich, welch akribische und fanatische Songschreiber vor allem James Hetfield und Lars Ulrich sind.

Aber auch die dunklen Kapitel der Bandgeschickte werden schonungslos offen gelegt: Über die Alkoholsucht von James Hatfield wird ebenso offen gesprochen, wie der tragische Unfalltod des Bassisten Cliff Burton nachgezeichnet wird. Auch das von Beginn an eher getrübte Verhältnis zu dessen Nachfolger Jason Newstead kommt zur Sprache und wird an keiner Stelle geschönt.

Ansonsten erlebt der Leser mit, wie die bahnbrechenden Alben "Master Of Puppets" und vor allem das selbstbetitelte schwarze Alben entstanden sind und man begleitet die Band auf ihren überaus langen Tourneen, welche die Bandmitglieder an den Rand der körperlichen und psychischen Erschöpfung brachten.
Fazit
"Birth School Metallica Death" ist ein Muss für jeden Rockfan. Die Biografie von Metallica ist nicht nur ein Stück musikalische Rockgeschichte, sondern vor allem ein hochinteressanter und absolut kurzweiliger Blick hinter die Kulissen einer Band, die seit 30 Jahren ihren Weg geht und sich einen Dreck darum schert, was die Medien von ihnen halten.
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne

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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 15. November 2014

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