Philipp Vandenberg: Die Akte Golgatha

Die Akte Golgatha

Verlag: Bastei Lübbe [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-7857-2128-5

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Es gibt nicht viele deutsche Autoren, die im Thriller-Genre auf dem internationalen Markt bekannt und erfolgreich sind. Philipp Vandenberg zählt ohne Zweifel dazu, denn immerhin wurden seine Bücher, die oft einen archäologischen Hintergrund haben, bereits in 33 Sprachen übersetzt. Sein aktueller Roman "Die Akte Golgatha" macht da keine Ausnahme. Nach einer Organtransplantation stirbt der Archäolge Arno Schlesinger. Was zunächst wie ein Kunstfehler durch den operierenden Arzt, Professor Gregor Gropius, aussieht, erweist sich als kaltblütiger Mord. Die Ermittlungen ziehen sich in die Länge und Gropius beschließt, auf eigene Faust zu ermitteln, um seinen Ruf als Arzt wiederherzustellen. Schon bald kommt er dahinter, dass der Tod Schlesingers nicht durch die Organmafia begangen wurde, sondern eine geheime Organisation dahintersteht, die unter allen Umständen an die "Akte Golgatha" kommen will. Philipp Vandenberg hetzt seinen Hauptdarsteller Gregor Gropius durch halb Europa: München, Berlin, Prag, Turin, Jerusalem und Barcelona sind die Schauplätze dieses ambitionierten, aber letztendlich nur durchschnittlichen Thrillers. Der Roman fängt spannend an, doch leider plätschert die Geschichte im weiteren Verlauf ohne echte Höhepunkte dahin. Der Roman ist zwar an keiner Stelle langatmig, zwingt den Leser aber auch nicht unbedingt zum Weiterlesen. Man hat das Gefühl, alles in diesem Roman schon einmal gelesen zu haben. Ein alter Geheimbund tauchte kürzlich in Dan Browns Weltbestseller "Illuminati" auf und die Geschichte, um ein altes Relikt von Jesus Christus hat Andreas Eschbach in "Das Jesus Video" wesentlich besser erzählt. Aber auch bei anderen Szenen hat man oft das Gefühl, dass Vandenberg in die Thriller-Baukiste gegriffen hat, um seinen Roman zu schreiben: Ein Held, der als Opfer einer Verschwörung versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, eine schöne Frau, die ihm dabei hilft und ein finsterer Gegner, der alle Spuren und Zeugen beseitigt. Positiv zu erwähnen sind die Einsichten in die Arbeit des Bundesnachrichtendienstes und des Bundeskriminalamtes. Da diese Organisationen bei den anglo-amerikanischen Autoren, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle spielen, ist es für einen deutschen Leser recht interessant auch einmal Einblicke in die Arbeit dieser Behörden zu bekommen.
Fazit
Philipp Vandenberg hat mit "Die Akte Golgatha" einen Thriller geschrieben, der mit einer Vielzahl durchschnittlicher US-Thriller mithalten kann. Der große Wurf ist ihm mit diesem Roman aber leider nicht gelungen.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 26. Januar 2004

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