Guillaume Musso: Vielleicht morgen

Vielleicht morgen

Verlag: Pendo Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-86612-376-2

Preis: 14,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 03. Dezember 2016]
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Das Leben des Harvard-Professors Matthew Shapiro läuft seit einem Jahr neben der Spur, seit seine geliebte Frau Kate bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Nur seiner keinen Tochter zuliebe, hat sich Matthew noch nichts angetan. Auf einem Flohmarkt erwirbt Matthew eines Tages einen gebrauchten Laptop, der mit der Signatur "Emma L." versehen ist. Über das Mailprogramm des Computers nimmt Matthew Kontakt zu Emma Lovenstein auf, einer jungen Sommeliére, die sich eine Anstellung im Nobelrestaurant Imperator erarbeitet und die ihrerseits gerade eine schmerzliche Trennung durchlebt hat. Die beiden beginnen einen regen Mailaustausch und sind sich von Beginn an sympathisch. So verabreden sie sich in New York zum Essen, doch es kommt anders als erwartet. Allerdings ist dies nur der Anfang einer schier unglaublichen und schicksalhaften Begegnung.

Der Franzose Guillaume Musso ist sicher einer der ungewöhnlichsten Autoren der gegenwärtigen Unterhaltungsliteratur, sind seine Romane doch viel mehr als klassische Liebesgeschichten. Immer wieder überrascht Musso seine Leser mit Elementen aus Krimi, Thrillern und Übersinnlichem. Mit diesem Element spielt er auch in seinem Roman "Vielleicht morgen". Und das überaus spannend. Was anfangs wie eine normale Liebesgeschichte wirkt, entwickelt sich am Ende zu einem spannenden und sehr überraschenden Thriller. Nichts ist mehr so wie es scheint. Im Wechsel erlebt der Leser mit, dass sich Matthew und Emma in unterschiedlichen Zeitebenen aufhalten. Kompliziert wird die Sache erst, als Matthew Emma bittet, in die Geschichte einzugreifen.

Musso spielt überaus gekonnt mit Motiven, die auch in Hollywood schon verwendet wurden. "Das Haus am See" mit Sandra Bullock und Keanu Reeves spielt mit dem gleichen Thema. Nur mit dem Unterschied, dass sich Mussos Story in einen packenden Thriller wandelt.

Mit Matthew und Emma hat er zwei sympathische Figuren erschaffen. Das gilt auch für den jungen Hacker Romuald, der zwar ein wenig klischeehaft angelegt ist, sich aber im Verlauf der Story zu einer meiner Lieblingsfiguren in der Geschichte entwickelt hat.

Im Gegensatz zum letzten Werk "Sieben Jahre später" hat Guillaume Musso hier wieder die ausgewogene Mischung aus Lovestory, Thriller und Mystery gefunden, die er in Romanen wie "Wirst du da sein" oder "Weil ich dich liebe" schon perfektioniert hat. In diese Riege reiht sich auch "Vielleicht morgen" ein.
Fazit
Einmal mehr stellt Guillaume Musso unter Beweis, dass er einer der besten Crossover-Autoren ist. Wie kaum ein anderer Autor versteht er es, seine Leser zu überraschen, zu bewegen, und zu fesseln. Sicher muss man sich ein wenig auf die Story einlassen und nicht erwarten, dass es für alles eine logische Erklärung gibt. Aber das ist es, was ich von einem guten Roman erwarte. Er soll mich im Idealfall in seine Welt ziehen, mich fesseln, mich überraschen. Und das ist Guillaume Musso mit diesem Roman wieder ausgesprochen gut gelungen.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
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Nacht im Central Park
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Vierundzwanzig Stunden
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 15. September 2014

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