Erin Jade Lange: Butter

Butter

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-499-21244-4

Preis: 8,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Mit seinen mehr als 200kg Gewicht kann sich Marshall in der Schulmensa keinen beliebigen Platz suchen. Er muss sich auf die von ihm persönlich getestete Bank setzen, die sein Gewicht aushält. Sein extremes Übergewicht behindert den jungen Mann erheblich. Er ist so kurzatmig, dass er direkt vor dem Schulgebäude auf dem Behindertenparkplatz parken muss, weil seine Atmung und seine Knie der Belastung des Wegs vom Parkplatz nicht mehr gewachsen sind. Marshall nennt sich zynisch "Butter". Butter steht für reines Fett, Ekel, den Würgereiz anderer, die Zeuge werden, wie Butter Mahlzeiten in XXL-Größe herunterschlingt. Neben seiner Gesundheit hat Butter zusätzlich ein Mutterproblem. Aus falscher Fürsorge trägt seine Mutter ihrem "Baby" jederzeit und überall Tellerchen mit Snacks hinterher. Zucker ist böse, der Junge ist ja Diabetiker, aber Eier und Speck am Morgen müssen sein. Als Sohn dieser Mutter kann man sich nur abnorm fühlen. Butter kann sein Essverhalten nicht kontrollieren, nicht die hämisch-mitleidigen Blicke anderer Menschen. Nur im Internet beim Chat mit Anna, die nie ein Bild von ihm gesehen hat, behält Butter das Gespräch unter Kontrolle und wird zum charismatischen J. P. Während Butters übergewichtiger Freund Tucker erfolgreich sein Abnehmprogramm durchzieht, setzt Butter auf den öffentlichen Knalleffekt. Zu Silvester will Butter sich vor der Webcam buchstäblich zu Tode essen, verkündet er auf seinem Blog. Durch die öffentliche Ankündigung seines Todes wird Butter in der Schule zum krassen Typen, mit dem jeder befreundet sein will. Wetten werden auf die geplante morbide Veranstaltung im Internet abgeschlossen. Butter ist zur Laborratte geworden. Fragt sich nur, wer Butters wirkliche Freunde sind und warum die Sache mit dem Gewicht das Ende seiner Beziehung zu Tucker sein soll.
Fazit
Butter steht an mehreren Fronten gleichzeitig unter Druck. Seine Beziehung zu Anna, die nicht ahnt, dass beide sich im realen Leben kennen, Butters verletzte Gefühle Tucker gegenüber und die problematische Beziehung zu seiner Mutter bilden ein kaum zu entwirrendes Problemknäuel. Glaubwürdige Figuren und berührende Freundschaften unter Jugendlichen fesseln in "Butter" in einer weniger morbiden Handlung als ich zunächst befürchtet hatte.
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 04. März 2014

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