Peter Schwindt: Ich bin dein, du bist mein

Ich bin dein, du bist mein

Verlag: Ravensburger Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-473-40083-6

Preis: 12,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 07. Dezember 2016]
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Der Mann, der sich Gabriel nennt, weiß alles über Judith. Er hat sie beobachtet, fotografiert und scannt jeden ihrer Auftritte in sozialen Netzwerken. Aufgrund von Fotos, die ihren Freund Jan mit einem anderen Mädchen zeigen, macht Judith sogar Schluss mit Jan. Der anonyme Verfolger muss einen gigantischen Aufwand treiben, seine Fotos sind noch analog aufgenommen und von Hand vergrößert. Leichtsinnig lässt Judith sich auf einen Kontakt zu dem sonderbaren Typen per Mail und Skype ein. Gabriel hält sich für einen Zauberer mit Worten. Dass sein ausgeklügelter Annäherungsversuch bei Judith nicht ankommen könnte, scheint ihm unvorstellbar. Ein persönliches Treffen endet als Desaster, weil Gabriel im realen Leben so gar keine Ähnlichkeit mit seiner konstruierten Online-Persönlichkeit hat. Fortan wird Judith von ihrem sonderbaren Verehrer per Mail und SMS belagert. Gabriel, der Judiths Alltag bis ins Detail studiert hat, kommt der Achtzehnjährigen in seinem Werben um sie beängstigend nahe.
Fazit
Stalking mit modernen Kommunikationsmitteln ist ein wichtiges Thema, das Peter Schwindt in einem spannenden Plot umsetzt. Nicht nur Judith, die Hunde liebt und von Hunden geliebt wird, hat als Hauptfigur auf mich sehr glaubwürdig gewirkt, sondern auch die Nebenfiguren. Der Roman wird in drei Handlungssträngen erzählt, die Judith, Gabriel und einer anfangs noch unbenannten Figur folgen. Durch die frühe Festlegung auf ein einziges Erklärungsmuster für Gabriels psychopathische Verehrung entfällt das Rätseln von Ermittlern und Lesern über die Motive des Täters. Schwindts Jugendthriller hätte ich erheblich spannender gefunden, wenn er seinen Lesern die Freiheit gelassen hätte, Gabriels Verhalten selbst zu analysieren. Aus diesem Grund und wegen eines bei einem erfahrenen Autor unnötigen Recherchefehlers (auf Seite 66) sehr knappe 7 Sterne.
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Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 06. Februar 2014

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