David Baldacci: Zero Day

Zero Day

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-453-26906-4

Preis: 4,89 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Armeeveteran John Puller arbeitet als Spezialermittler für die Militärpolizei und bekommt von seinem Vorgesetzten einen neuen Auftrag. Ein hochrangiger Armeeangehöriger ist samt seiner Familie in einem kleinen Ort in Virginia hingerichtet worden. Puller begibt sich nach Drake und trifft dort auf die Kriminalbeamtin Samantha Cole, die vor Ort die Ermittlungen leitet. Cole ist zunächst nicht sonderlich von dem schweigsamen Puller angetan, erkennt aber recht schnell, dass sie das gleiche Ziel verfolgen. Durch ihre Ermittlungen gerät ein Kohleunternehmen in den Fokus, das von Roger Trent, Cole's Schwager, geleitet wird und das für zahlreiche Umweltsünden in Virgina verantwortlich ist. Und da ist noch ein gigantischer Regierungsbau, der vor Jahrzehnten verlassen wurde. Bei ihren Ermittlungen erkennen Puller und Cole sehr schnell, dass sie es mit sehr mächtigen und zielstrebigen Feinden zu tun haben.

Schon mit seinem ersten Roman "Absolute Power" gelang David Baldacci ein Weltbestseller. Seit dem jagt ein Roman den nächsten. Ähnlich wie James Patterson hat auch David Baldacci seinen kreativen Output in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert. Und wie bei James Patterson ging dies leider zu Lasten der Qualität. Inzwischen schreibt Baldacci an fünf Romanserien (wobei eine noch gar nicht in Deutschland erscheinen ist).

"Zero Day" ist nun der Auftakt der Serie um Armeeermittler John Puller. Leider kann der Roman nicht wirklich überzeugen. Zwar ist der Anfang noch recht spannend und die Fragen, wer und und warum die Familie des Armeemitgliedes Reynolds getötet wurden, können den Leser fesseln. Doch schon nach gut einem Drittel flacht die Handlung dermaßen ab, dass man sich schon sehr anstrengen muss, um die letzte der 600 Seiten zu erreichen. Immer stärker zeichnet Baldacci das Bild einer Familie nach. Da ist neben Cole's Schwester auch ihr Bruder, der mit seinem Schwager noch eine Rechnung offen hat. Leider gehört auch das Finale eher in die Kategorie unglaubwürdig und überflüssig, als das es wirklich überzeugen kann.

Hinzu kommt, dass ich mit John Puller als Hauptfigur nicht wirklich warm geworden bin. Er wirkt ein wenig konstruiert und bleibt über die gesamte Romanlänge farblos. Lediglich Samantha Cole ist ein Lichtblick. Die smarte Polizistin ist die interessanteste Figur der Geschichte, doch auch sie schafft es nicht, dem Roman wenigstens eine durchschnittliche Wertung zu verpassen. Dafür ist der Plot langatmig und viel zu wenig überraschend.
Fazit
Licht und Schatten haben sich bei David Baldacci schon öfter abgewechselt. "Zero Day" gehört eindeutig in die Rubrik Schatten. Ein Thriller ohne wirklichen Thrill, der sich über gut 450 Seiten sehr langatmig hinzieht und in ein, für meinen Geschmack, misslungenes, weil unglaubwürdiges Finale gipfelt. Einem weiteren Fall von John Puller muss man daher nicht mit Spannung entgegensehen.
4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne4 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 09. Dezember 2013

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