Nina George: Das Lavendelzimmer

Das Lavendelzimmer

Verlag: Droemer Knaur [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-426-65268-8

Preis: 0,89 Euro bei Amazon.de [Stand: 10. Dezember 2016]
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Der Buchhändler Jean Perdu ist mir einer besonderen Gabe gesegnet: Auf der Lulu, einem alten Schiff, dass er als literarische Apotheke umfunktioniert hat, erkennt er auf einen Blick, welche Bücher seine Kunden für ihre jeweilige Gemütslage benötigen. So hat er schon manch gepeinigter Seele geholfen. Er selbst wird jedoch von einem inneren Schmerz verzehrt, den er durch seine Bücher nicht beseitigen kann. Seine große Liebe Manon hat ihn damals ohne jede Erklärung verlassen. Einige Monate später traf ein Brief ein, den Perdu nie geöffnet hat. Jetzt wagt er es und erfährt etwas, dass ihm schier den Boden unter den Füßen wegzieht. Zusammen mit dem Schriftsteller Max Jordan begibt sich Perdu auf eine Reise in die Provence, um gegen die Schatten seiner Vergangenheit anzukämpfen.

Nach den ersten gut 80 Seiten war ich mir sicher mit "Das Lavendelzimmer" ein echtes Juwel zu lesen. Die Geschichte zog mich in ihren Bann und die Sprache war poetisch, anschaulich und so fesselnd, dass ich mir manche Sätze sogar notiert habe. Leider bin ich auf der Reise des Jean Perdu verloren gegangen und habe weder den Protagonisten noch den Zugang zur Geschichte wiedergefunden.

Mit dem Antritt von Perdus Reise war für mich die Magie der Geschichte vorbei. Fortan plätscherte die Handlung ohne Höhepunkte dahin und trotz den bildgewaltigen Sprache konnte mich der Roman weder berühren oder gar begeistern. Einen Spannungsboden konnte ich den letzten zwei Dritteln leider auch nicht mehr ausmachen. Dabei hat Nina George mit Jean Perdu eine überaus interessante Figur erschaffen. Auch die Charaktere die Perdu auf seiner Reise begegnet haben Potential, doch auch das reichte nicht aus, um den Roman wieder in die richtige Bahn zu lenken. So kämpft man sich mühsam durch zwei Drittel eines Romans, der in ein nicht wirklich überraschendes Ende gipfelt. Zwar wird er hier wieder etwas besser, aber überzeugen konnte er mich letztlich nicht.
Fazit
Nach der Lektüre kann ich die guten, teils euphorischen Kritiken nicht nachvollziehen. Gerade in diesem Genre ist es wichtig, den Leser zu fesseln, zu berühren oder gar zu Tränen zu rühren. Dies gelingt Nina George mit "Das Lavendelzimmer" bei mir leider nicht. Während viele Leser mit Jean Perdu in Richtung Provence schippern stand ich am Ufer und habe mich gefragt, wann und wo ich den Anschluss zu diesem Roman verpasst habe.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 08. Dezember 2013

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