Gillian Flynn: Gone Girl - Das perfekte Opfer

Gone Girl - Das perfekte Opfer

Verlag: Scherz Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-502-10222-9

Preis: 0,83 Euro bei Amazon.de [Stand: 08. Dezember 2016]
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Nick Dunne und seine Frau Amy arbeiten in New York als Journalisten. Im Verlauf der Wirtschaftskriese verlieren beide ihre Jobs. Eine Zeit lang halten sie sich über Wasser, doch die Ersparnisse schwinden. In dieser Situation erhält Nick die Nachricht, dass seine Mutter schwer erkrankt ist. Das Ehepaar beschließt nach Missouri zu ziehen, wo Nick eine Kneipe eröffnet. Das Leben der beiden läuft nicht unbedingt perfekt. An ihrem fünften Hochzeitstag passiert es dann: Amy verschwindet spurlos. Natürlich gerät Nick in Verdacht, zumal sich auf seinem PC merkwürdige Mails befinden und auch Amys Freunde berichten, dass sie vor ihrem Mann Angst hatte.

Nimmt man die Werbesprüche auf dem Klappentext und die Verlagswerbung als Grundlage ist "Gone Girl" der Thriller des Jahres 2013. Leider kann ich dieser Einschätzung nicht wirklich folgen. Der Roman ist sicher nicht schlecht, doch Hochspannung, von der zumindest Karin Slaughter schwärmt, konnte ich nicht wirklich entdecken.

Dabei beginnt der Roman durchaus viel versprechend. Gillian Flynn wechselt mit zwei Ich-Perspektiven zwischen Nick und Amy hin und wer, wobei das Leben von Amy zunächst als Tagebucheintrag geschildert wird. Das liest sich anfangs sehr interessant, doch hat sich für meinen Geschmack schnell ein wenig Langeweile breit gemacht. Nach gut dreihundert Seiten stellt Gillian Flynn ihre bisherige Romanhandlung mit einem geschickten und überraschenden Schachzug auf den Kopf. Jetzt wird der Roman stellenweise richtig gut, da die Autorin einige Überraschungen parat hält.

Leider hält diese Stärke nicht wirklich an. Der Roman ist jetzt zwar besser, als über weite Strecken des ersten Drittels, doch wirklich fesseln konnten mich auch diese Passagen nicht. Sicher, das Ende ist überraschend und setzt dem Roman ein kleines Krönchen auf. Doch um diesen Punkt zu erreichen muss man sich durch gut 560 Seiten lesen, bei denken ich oft geneigt war, das Buch aus der Hand zu legen.
Fazit
"Gone Girl" ist sicher kein schlechter Thriller, doch die vollmundigen Versprechungen finde ich zumindest ein wenig übertrieben. Gillian Flynn hat zwar ein gutes Gespür für eine überraschende Handlung und mit Nick und Amy zwei interessante Charaktere geschaffen, doch die Umsetzung des Romans ist nicht wirklich überzeugend. Weite Strecken lesen sich eher wie Szenen einer Ehe, denn als Thriller. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Letztlich ist "Gone Girl" ein durchschnittlicher Thriller, den man lesen kann, aber keinesfalls muss.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 24. Oktober 2013

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