Kristin Harmel: Solange am Himmel Sterne stehen

Solange am Himmel Sterne stehen

Verlag: Blanvalet Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-442-38121-0

Preis: 9,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Hope hat nach der Trennung von ihrem Ehemann Mühe, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Das Verhältnis zu ihrer pubertierenden Tochter Annie ist angespannt und ihre kleine Bäckerei steckt in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Hinzu kommt, das ihre Großmutter Rose an Alzheimer erkrankt ist und Hope und Annie nur noch an wenigen Tagen wirklich erkennt. An einem dieser Tage händigt Rose ihrer Enkeltochter eine Liste mit sieben Namen aus und sagt, das dies die Namen ihrer Familie sind. Etwas ungläubig schaut Hope auf die Liste, da ihr kein Name etwas sagt. Rose bitte ihre Enkeltochter eindringlich nach Paris zu fahren, um sich dieser Liste anzunehmen. Anfangs glaubt Hope, das Rose wieder verwirrt ist, doch Annie ist fest davon überzeugt, das sie bei klarem Verstand war. So begibt sich Hope nach Paris auf die Spuren einer Vergangenheit, die auch sie betrifft.

"Solange am Himmel Sterne stehen" ist der erste Roman von Kristin Harmel, der auf Deutsch erscheint. Selten hat mich ein Roman so tief bewegt, wie dieses Werk. Zwar wirbt der Klappentext damit, das hier die größte Liebesgeschichte aller Zeiten erzählt wird, doch der Roman ist viel mehr. Auf Ihrer Reise nach Paris erfährt Hope, das ihr Großvater Ted nicht die ganz große Liebe ihrer Großmutter gewesen ist. Ein Mann namens Jacob Levy scheint eine große Rolle in ihrem Leben gespielt zu haben. Doch welche? Die Geschichte von Rose und Jacob führt Hope in die Zeit des Zweiten Weltkrieges, genauer gesagt in das von den Deutschen besetzte Paris, wo die erste Transporte nach Auschwitz organisiert werden.

Genau das ist auch der Zeitpunkt, ab dem man den Roman nicht mehr aus der Hand legen kann. Einfühlsam und eindringlich lässt Kristin Harmel die damalige Zeit wieder aufleben und verdeutlicht, welches Leid über die Menschen gekommen ist und zu welchen Entscheidungen man gezwungen wurde. Mit Hope hat sie eine Figur geschaffen, die nach und nach in eine Familiengeschichte eintaucht, die sie so nicht gekannt und auch nicht erwartet hat. Der Autorin gelingt das Kunststück, ihre Figuren so agieren zu lassen, dass sich der Leser einhundertprozentig mit ihnen identifiziert.

Auch das Ende kann man nur als gelungen ansehen. Kristin Harmel führt die Fäden Ihrer Geschichte mehr als eindrucksvoll zusammen. Als Leser ist man tief bewegt und muss sich auch nicht schämen, an der einen oder anderen Stelle mit den Tränen zu kämpfen. Als netter Gag entpuppen sich die zahlreichen Backrezepte, die zwischen den einzelnen Kapiteln für einen Moment der Ruhe sorgen.
Fazit
Nach "Ein ganzes halbes Jahr" ist "Solange am Himmel Sterne stehen" ein weiteres Highlight dieses Buchjahres. Kristin Harmel erzählt eine Liebesgeschichte, die auch männlichen Leser absolut gefallen kann. Die Geschichte von Rose und Jacob ist ohne Übertreibung eine der aufregendsten und dramatischen Liebesgeschichten und, das macht diesen Roman so besonders, kann sich wirklich so zugetragen haben.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 23. Juni 2013

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