William C. Dietz: Blendwerk

Blendwerk

Verlag: Panini [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Science Fiction
ISBN-13 978-3-8332-2443-0

Preis: 9,95 Euro bei Amazon.de [Stand: 10. Dezember 2016]
Preisvergleich bei buecher24.de
William C. Dietz ist ein Vielschreiber, der sich in diversen Universen herumtreibt und schreibt. Leider ist er nur in der Lage mit Figuren zu handeln, die sich in der Nebenhandlung bewegen. So ist es nicht verwunderlich, wenn er nur, oder hauptsächlich, mit dem Gangster Kai Leng und einigen üblen Vertretern der Unterwelt der Raumstation Omega arbeitet. Auf diese Weise kommt die eigentliche Erzählung nicht voran. Bereits eingeführte Charaktere werden nur am Rand erwähnt und wirken auf die Leser mehr als einmal als Staffage. Die Erzählung selbst ist eher ein Krimi, der ähnlich aufgebaut ist wie ein Star Trek Roman. Zu Beginn und zum Schluss hat sich in der Verbindung der Personen zueinander nur wenig geändert. Bei Heftromanen würde man die Geschichte als Lückenfüller bezeichnen. Der Roman selbst könnte durchaus als eine Deep Space Nine Geschichte durchgehen.

In Jahrtausend zählenden Jahren fällt eine Rasse von Maschinenwesen, die gemeinhin als Reaper bezeichnet werden, über die Galaxie her. Ihr Maschinengedächtnis sagt ihnen Bescheid, wenn es soweit ist, alle biologischen Lebensformen einzusammeln. Zwei Menschen, die die Wahrheit kennen, setzen alles daran, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Das sind Admiral David Anderson und seine Partnerin Kahlee Sanders. Sie versuchen den Citadellen-Rat, die Regierung der bekannten Völker der Galaxis, davon zu überzeugen, dass die Reaper eine unmittelbare Bedrohung darstellen. Die Aktivitäten von Anderson und Sanders schrecken jedoch ganz andere Leute auf. Die beiden stören die Machenschaften der geheimen, paramilitärischen Organisation Cerberus. Um weiterhin geheim zu bleiben, setzt Cerberus alles daran, ihre Machenschaften zu verschleiern. Dies effektiv zu tun bedeutet, Anderson und Sanders aus dem Weg zu räumen.
Ein anderer Handlungsstrang widmet sich den beiden Jugendlichen Nick und Gillian, den Kindern von Paul Grayson. Beide sind auf dem Weg zur Raumstation Omega um ihre Ziele zu verfolgen und möglichst in ihrem Sinn abzuschliesen. So ist Nick unterwegs um Abenteuer zu erleben und Anerkennung als "Erwachsener" zu erfahren. Gillian hingegen ist auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Auf Omega geraten sie zwischen die Fronten der dort tobenden Bandenkriege. Die Bandenchefin Aria T'Loak ist die einflussreichste Persönlichkeit auf Omega und die am meisten gefürchteste. Arias Tochter wurde von einem Fremden umgebracht, weswegen sie auf ihn einen tiefgehenden Hass empfindet. Man vermutet den Fremden in den Reihen der Organisation Cerberus, die auch hier wieder mit der Geheimhaltung zu kämpfen hat. Gillian Grayson will den Hass von Aria T'Loak zu Nutze machen. Gillian hängt dem Gedanken an, der gesuchte Mörder ihres Vaters befände sich ebenfalls in den Reihen von Cerberus. Aber wie das Leben so spielt, es geht erst einmal alles schief.
Fazit
Was mir in diesem Buch wirklich fehlte war ein Glossar. Hier hätten alle Informationen über das Mass-Universum hineingehört und nicht in die Handlung. Dadurch wäre das Buch etwas dünner geworden, vom Umfang her einem eingangs erwähnten Heftroman nicht unähnlich, aber flüssiger lesbar. Darauf hat ein Übersetzer leider keinen Einfluss, denn sonst hätte dieser den Roman neu geschrieben, was sicherlich eine Verbesserung dargestellt hätte. Sei es, wie es sei, der Roman ist da, mit Abstrichen ein guter Krimi und relativ unterhaltsam.
5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne5 Sterne

weitere Rezension zu diesem Buch schreiben
Rezension als PDF-Datei speichern
Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez7717.htm

weiterführende Links:
noch keine Links vorhanden
Link vorschlagen zu: William C. Dietz, Blendwerk (zu dieser Rezension), Blendwerk (allgemein zu diesem Buch)

Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 18. Juni 2013

Buchtips.net 2002 - 2016  |  Kontakt  |  Impressum