Hans Koppel: Bedroht

Bedroht

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Thriller
ISBN-13 978-3-453-26801-2

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
Die Zeitungsredakteurin Anna quartiert sich gemeinsam mit ihren Kolleginnen Trude und Sissela in einem Hotel ein, um mit ihnen das weitere Konzept ihrer Zeitschrift zu besprechen. An der Bar lernt Anna am Abend den jungen und durchtrainierten Erik kennen. Auch wenn es nicht ihrer Natur entspricht, flirtet Anna mit Eric und verbringt anschließend eine heiße Liebesnacht mit ihm. Zurück im Büro findet Anna eine Mail von Erik, in der er sie um ein Wiedersehen bittet. Anna lässt sich abermals darauf ein. Schließlich entscheidet sie sich aber für ihren Mann Lukas und ihre Tochter Hedda und will einen Schlussstrich unter die Beziehung mit Eric setzen. Doch dieser will sich nicht so einfach abservieren lassen. Er bedrängt Anna immer weiter, die langsam aber sicher die Nerven verliert.

Mit "Bedroht" legt der Schwede Hans Koppel seinen zweiten Roman vor. Er bedient sich des Themas Stalking und macht hier schon den ersten Fehler. Dieses Thema ist in der jüngeren Vergangenheit so oft und vielfältig verwendet worden, das man sich bereits im Vorfeld fragt, ob der Autor diesem Thema noch etwas Neues abgewinnen kann. Dies kann er leider nicht. Hans Koppels Geschichte ist ein Aufguss verschiedenster Geschichten aus Kino, Fernsehen und Literatur, die man schon unzählige Male gelesen und gesehen hat. Nichts, aber auch wirklich nichts ist neu und gar überraschend. Im Gegenteil: Nach gut einhundert Seiten kann man die Geschichte von A bis Z erzählen. Dazu zählt auch die Tatsache, das Hans Koppel am Ende nicht davor zurückschreckt, das schlimmste Klischee aller Stalkingthriller zu verwenden: die vermeintlich überraschende Rückkehr des Bösewichts. Was in den 80er in Filmen wie "Eine verhängnisvolle Affäre" oder "Kap der Angst" noch sehenswert und großartig war, wirkt bei "Bedroht" nur noch nervig und uneigenständig.

Wenn man etwas Positives sagen kann, dann ist es die Tatsache, dass sich der Roman leicht und flott liest. Gute einhundert Kapitel auf vierhundert Seiten sorgen dafür, das man den Roman in kleinen Etappen schnell lesen kann. Auch Koppels Erzählstil ist so, das er zumindest den Leser anspricht, auch wenn der Roman sicher alles andere als große Spannungsliteratur ist.
Fazit
Wer eine seichte Urlaubslektüre für den Strand sucht, kann durchaus zu "Bedroht" greifen. Durch die kurzen Kapitel ist der Roman fürs Sonnenbaden geeignet. Von einem Thriller, der unter die Haut geht, wie die Pressemitteilung des Heyne-Verlags verlauten lässt, ist dieser Stalkingthriller allerdings weit entfernt.
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 13. Juni 2013

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