George Mann: Immorality Engine

Immorality Engine

Verlag: Piper Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Kinder- und Jugendliteratur
ISBN-13 978-3-492-70275-1

Preis: 16,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 03. Dezember 2016]
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London wird von einer unheimlichen Einbruchserie heimgesucht. Und die britische Polizei, Scotland Yard, sollte sich freuen, denn die Leiche von dem berüchtigten Dieb Edward Sykes liegt im Londoner Leichenschauhaus. Damit sollte die Einbruchserie gestoppt sein, davon ist Sir Charles Bainbridge überzeugt. Leider unterliegt Sir Bainbridge einer Täuschung, denn die Einbruchsserie wird fortgeführt, just in der selben Nacht, in der der Verbrecher auf Eis liegt. Entweder jemand arbeitet nach Sykes Muster oder Sir Charles Bainbridge hat den falschen Mann. Um so erstaunter sind die Ermittler, als am Tatort eine weitere Leiche gefunden wird, die der ersten Leiche bis in die kleinsten Einzelheiten gleicht. Er muss seine Ermittlungen neu aufrollen und quasi bei Null neu beginnen. Also zieht er seine Assistentin Veronica Hobbes, eine Agentin der Queen, hinzu, ebenso wie dem von ihr überwachten und dem Opium anheim gefallenen Maurice Newbury. Die Ermittlungen beginnen aufs Neue und schon bald findet sich eine neue, vielversprechende, aber auch erschreckende Spur. Im Mittelpunkt rückt die Geheim-gesellschaft Bastion Society.

Veronica Hobbes und Maurice Newbury, der sich seit dem neuen Auftrag auf dem Weg der Besserung befindet, ermittel immer weiter. Schon bald wird ihnen klar, dass sie einer Verschwörung auf der Spur sind, die nicht nur die Bastion Society betrifft, sondern Kreise bis in die Nähe der unsterblichen Queen Victoria und ihrem seltsamen Leibarzt Doktor Fabian ziehen. Als ein Anschlag auf die in ihrem dampfbetriebenen Stuhl sitzende Queen ausgeübt wird, wird allen beteiligten klar, das britische Königreich ist in Gefahr. Veronika Hobbes Schwester Amelia, eigentlich in der Obhut des königlichen Leibarztes Lucius Fabian, scheint in die Anschläge verwickelt zu sein. Dies und die Opiumabhängigkeit von Maurice Newbury, machen ihr schwer zu schaffen. Private Probleme und einen Fall zu lösen, wird immer schwieriger.
Fazit
Für den Freund von Steampunk ist der abschliessende Band der Steampunk-Trilogie IMMORALITY ENGINE von George Mann eine Offenbarung. Das liegt nicht etwa daran, dass der Band wieder ein neues Abenteuer des phantastischen Ermittlerduos Newbury und Hobbes darstellt, sondern weil hier ganz klar wird, die Trilogie war nie etwas anderes, als eben eine Trilogie. War man erst der Ansicht, drei Romane um ein Ermittlerduo zu erhalten, werden die Verbindungen und der übergeordnete Plot sichtbar. Plötzlich macht alles noch viel mehr Sinn und das Bedürfnis, alle drei Bücher hintereinander weg zu lesen wird übermächtig.

Die Welt des George Mann ist die des victorianischen Britannien, eingepackt in die Welt des Steampunk, in seiner feinsten Art. Es handelt es sich bei Immorality Engine um eine spannende, gut erzählte Geschichte mit genialen Verbrechern, einer als typischen britischen Club getarnte Geheimgesellschaft, sympathischen Figuren und jeder Menge guter Ideen. Dazu gehören von Uhrwerken angetriebene Rösser und Ein-Mann-Kampfkolosse aus Messing und andere Dinge mehr. Dies wird alles beherrscht von einer Monarchin, die mit ihrem mechanischen Herz die Geschicke des Empires lenkt. George Mann ist ein hervorragender Erzähler, weil er seine Welt als Welt einsetzt und nicht einfach eine vorhandene Welt mit Steampunk-Attributen überfrachtet und in den Vordergrund rückt. Seine Welt ist so, einheitlich und unaufdringlich.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 12. Juni 2013

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