Amadeus: Faustus

Faustus

Verlag: Hörplanet [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Horror
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Preis: 13,98 Euro bei Amazon.de [Stand: 05. Dezember 2016]
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Justus Resch hat eine Anstellung beim Anatomen Johann Marschall angenommen. Als dessen Tochter ihn bittet, nach ihrem Vater zu suchen, machen sich Resch und sein Freund Mozart auf die Suche. In Marschall's Laboratorium machen sie eine grauenhafte Entdeckung: Der Anatom wurde brutal ermordet. Mozart und Resch heften sich an die Fersen des Mörders und kommen einer grausamen Wahrheit auf die Spur.

Schon die ersten drei Teile der Hörspielserie Amadeus boten allerfeinste Unterhaltung. Mit Teil 4 hat sich Autor Sebastian Weber aber selbst übertroffen. Er erzählt eine Geschichte, die den Hörer von der ersten Sekunde an gefangen nimmt. Sehr positiv ist auch, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Die erste Szene mit Mozart und Resch ist ein Paradebeispiel dafür. Gerade die Dialoge und Wortspiele zwischen den beiden Protagonisten sind das Salz in dieser Seriensuppe.

Aber auch die Geschichte kann auf ganzer Linie überzeugen. Resch und Mozart kommen einem finsteren Geheimnis auf die Spur, das auch treue Hörspielfans überraschen wird. Gerade das Finale ist dann auch ganz besonders gut gelungen. Wo in anderen Serie die Helden gewinnen, zeigen die beiden Protagonisten hier menschliche Schwächen, was das Finale trotz aller Mystik besonders glaubhaft macht. Nebenbei wird am Ende auch der Boden für die nächste Folge gelegt, da die Geschichte ein offenen Handlungspunkt hat, der die Spannung weiter schürt.

Auch die Produktion ist ohne Fehl und Tadel. Musik und Geräusche betten sich hervorragend in die Geschichte ein. Ein Lob muss (wieder) den Sprechern gemacht werden. Allen voran einmal mehr Tim Knauer und Kim Hasper als Mozart und Resch. Es ist immer wieder eine Freude zu hören, wie sich die beiden Sprecher die Bälle zuspielen. Selten hat ein Sprecherduo so hervorragend harmoniert. Aber auch die anderen Sprecher sind durchweg hervorragend. Jürgen Kluckert brilliert mit seiner markanten Stimme als Erzähler, und Michael Pan und Claudio Maniscalco überzeugen als zwielichtige Typen Karl Feuerfresser und Benedikt Hörting. In weiteren Rollen sind Luisa Witzorek (Constanze), Christine Pappert (Franziska Marschall), Bert Franzke (Johann Marschall), Jürgen Thormann (Berthold Reiff), Michael Marwitz (Karl Wagner) und Martin Kautz (Ludwig Ziffer) dabei. Ein Wiederhören gibt es mit Franz-Otto Schenk als Georg Maichl, der bereits in der ersten Folge "Wolferl" dabei war.
Fazit
Amadeus ist das, was Offenbarung 23 vor einigen Jahren war: Die mit Abstand beste Hörspielserie auf dem Markt: Anspruchsvolle Hörer kommen bei dieser Serie ebenso auf ihre Kosten wie reine Horrorfans. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz, ohne plakativ, aufgesetzt oder gar dümmlich zu sein. Kurz: So müssen Hörspiele für erwachsene Hörer klingen. Mit "Faustus" legen die Produzenten die Messlatte für die folgenden Folgen noch ein Stück höher. Die Suche nach dem Mörder von Johann Marschall ist der bisher härteste und beste Fall für Resch und Mozart!
10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne10 Sterne
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Vorgeschlagen von Michael Krause [Profil]
veröffentlicht am 30. Mai 2013

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