Andreas Groß: Die Götter der Xus

Die Götter der Xus

Verlag: Sarturia Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Science Fiction
ISBN-13 978-3-940830-10-4

Preis: 12,90 Euro bei Amazon.de [Stand: 04. Dezember 2016]
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Andreas Groß wurde bekannt mit dem Roman Im Schatten des Blutmondes, den er zusammen mit Hans-Peter Schultes schrieb. Der Dark Fantasy Roman errang beim Deutschen Phantastik Preis den 3. Platz als bester Debutroman. Sein neues Werk ist ein Science Fiction Episodenroman. Andreas Groß hat ihn deshalb so angelegt, damit er die einzelnen Völker seines Universums besser vorstellen kann. Ihm war anscheinend wichtig, dass die Leser möglichst viele Facetten seiner Welten und Völker kennenlernt, denn es ist geplant, daraus eine Taschenbuchreihe zu machen. Die ersten Mit-Autoren hat er bereits gefunden und wir können gespannt sein, was aus diesem Projekt wird. Der Episodenroman bietet einen Prolog und Epilog, vier aufeinanderbauende Kurzgeschichten, sowie ein paar verbindende Texte. Ich werde nur kurz auf die vier Kurzgeschichten eingehen, denn die anderen Texte, die sich mit einem "Suchenden" befassen, habe ich nicht gelesen. Ich hatte den Prolog gelesen und den ersten Zwischentext angelesen, fand sie aber nicht sonderlich interessant. Möglicherweise sind mir dadurch ein paar Informationen entgangen.

Die letzte Schlacht
Dies ist die Geschichte von Thomas K. Lawrence, mit seiner Crew befindet er sich im Kampf gegen einen übermächtigen Gegner, der über die Welten herfällt und sie ausplündert. Dabei nimmt er keine Rücksicht darauf, ob der Planet bewohnt ist oder nicht. Der Gegner sammelt alles, was er bekommen kann und verschwindet genauso plötzlich, wie er gekommen ist. Durch einen sehr unwahrscheinlichen Zufall gelingt es dem Captain des waidwund geschossenen Raumschiffs Corleone, die Schwachstelle des Gegners zu finden. Selbst mit seiner Crew am Rande des Überlebens gelingt es ihm, die Versorgung der Angreifer mit Energie zu unterbrechen und so einen Sieg der Menschen herbeizuführen.

Verrat auf Esnaran
Zuerst einmal irritiert, dass der Held der Erzählung Richard Stratham heisst. War dies doch der Name eines Offiziers in der vorhergehenden Erzählung. Von einem Raumschiffoffizier zu einem Agenten, diese Namensentwicklung musste man erst einmal verdauen. Während die erste Geschichte eine Raumschlacht bester Space Opera, ja fast Military SF war, liegt nun eine reine Agentengeschichte vor. Ein Anschlag soll auf den Präsidenten der Erde verübt werden, während er einen fremden Planeten und die dortigen Herrscher besucht. Stratham soll im Vorfeld sich um den Attentäter kümmern. Doch dann tauchen zwei Agenten eines anderen Sternenreichs auf, um ebenfalls das Attentat zu verhindern. Es scheint auf den ersten Blick alles klar und eindeutig dargestellt zu sein. Doch mitten in der Erzählung wendet sich das Blatt. Wer ist noch Freund, wer ist Feind und ist es der richtige Feind?

Die Suche der Cyborgs
Wieder ändert sich die Sichtweise, das Abenteuer, die Gegner. Ein Mensch soll auf den Planeten der Cyborgs eingeschleust werden. Man will mehr über den Gegner wissen, dessen Hirn die einzige natürliche Komponente darstellt, während der Rest des Körpers metallisch ist. Natürlich klappt es nicht, den Menschen, so gut er auch aufgerüstet wurde, in die Roboter-Cyborg-Gesellschaft einzuschmuggeln. er fliegt sofort auf. Die Wendungen in dieser Geschichte erfolgen sehr überraschend.

Kizashi
Diese Geschichte spielt auf dem Planeten der katzenartigen Shehenzo. Eine Hohe wird mit ihrem Gleiter abgeschossen und stürzt in den Dschungel. Lediglich ihr Leibwächter Kizashi, der ein Mensch sein könnte, ist ihr beim Überleben behilflich. Diejenigen, die das Matriarchat der Hohen abschaffen wollen, ein paar "wilde Männer" die sich gegen die Frauenherrschaft auflehnen, nehmen die Hohe Miyu gefangen, lassen aber den Leibwächter liegen. Kizashi macht sich auf den Weg, seine Herrin zu befreien. Während es ihm gelingt, im Alleingang mehrere Männer zu besiegen, kommen die beiden, Miyu und Kizashi sich nicht nur näher, sondern auch einer grossangelegten Verschwörung auf die Spur.
Fazit
Wer den Band von vorn bis hinten durchgelesen hat, wird feststellen, dass sich der Autor unterschiedlicher Darstellungen seiner Geschichten annimmt. Mal Krimi, mal Abenteuer, mal Space Opera. Doch mit jeder Kurzgeschcihte lernt der Leser etwas mehr über das vielfältige Universum kennen und freut sich darauf, dass möglichst bald eine Fortsetzung erscheint. Andreas Groß hat es sich nicht nehmen lassen und führt das Exposee alleinig weiter. Er möchte sich ungern das Heft aus der Hand nehmen lassen, sorgt aber auch gleichzeitig dafür, dass die Erzählungen und Romane in sich stimmig sind und (hoffentlich) nicht widersprechen werden. Lesenswerte Unterhaltung.
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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 17. Mai 2013

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