Zoe Archer: Die Klingen der Rose

Die Klingen der Rose

Verlag: Egmont Lyx Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Belletristik
ISBN-13 978-3-8025-8614-9

Preis: aktuell keine Daten vorhanden
"England 1874: Als Captain Gabriel Huntley nach Jahren des Dienstes im Heer Ihrer Majestät in die Heimat zurückkehrt, wünscht er sich nichts sehnlicher, als eine Familie zu gründen. Doch als er in einer dunklen Gasse einem schwer verletzten Mann zu Hilfe eilt, vertraut dieser ihm eine Botschaft an, die Huntleys Leben für immer verändern wird. Eine Geheimgesellschaft, die sich die Erben von Albion nennt, ist auf der Suche nach einer magischen Quelle, mit deren Hilfe sie die ganze Welt unter britische Herrschaft bringen will. Huntley begibt sich in die Mongolei, wo er auf die attraktive und selbstbewusste Thalia Burgess trifft, die sein Herz schon bald höher schlagen lässt. Gemeinsam setzen sie alles daran, um die Erben von Albion aufzuhalten." (Verlagstext)

Der oben genannte Verlagstext zu Die Klingen der Rose machte mich neugierig auf diesen Roman, obgleich im Hintergrund schon wieder eine Liebesgeschichte anklingt. Das gilt auch für das Titelbild, das den verwegenen Helden zeigt, aber in typischer Liebesromanpose. Wenn man sich davon geistig trennen kann, wird der Leser mit einem spannenden Roman belohnt. Nach fünfzehn Jahren im Dienste Ihrer Majestät scheidet Gabriel Huntley aus der Armee, genauer der Infantrie, aus. Man hatte ihn wieder einmal mehr bei den Beförderungen übergangen. Das aufregende Abenteuer, Soldat zu sein, will er gegen die Gemütlichkeit einer Ehe, Kinder und nicht so aufregenden Leben eintauschen. Für dieses geruhsame Leben suchte er natürlich sein Heimatland England aus. Gemeinsam mit einem alten Kameraden will er ein kleines Unternehmen gründen und auch sonst sich einer bescheidenen bürgerlichen Existenz hingeben. Das Schicksal meint es jedoch nicht gut mit ihm. Kaum in der Heimat angekommen, gibt es für ihn Probleme. Er wird in eine Auseinandersetzung rivalisierender Männer gezogen. In einer einsamen Gasse überfällt eine Gruppe Männer, einen nobel aussehenden Herrn. Ohne sich um die Folgen zu kümmern, eilt der Exsoldat mutig dem Opfer zu Hilfe. Hilflos muss er mit ansehen, wie der Mann niedergestochen wird und nicht überlebt. Gabriel gegenüber kann der Mann noch eine Bitte äussern. Er soll eine Nachricht zu Franklin Burgess bringen, der sich jedoch in Urga in der Mongolei befindet. Die Idee, vor seinem nächsten Häuslichkeitsanfall noch eine Reise zu unternehmen lässt ihn zustimmen. Er reist in die Mongolei und trifft dort auf den besagten Franklin Burgess und seine bezaubernde Tochter Thalia.

Vater und Tochter wollen von Gabriel Huntley erst einmal nichts wissen, sie wimmeln ihn regelrecht ab. Wenig später bricht Franklins Tochter in Begleitung eines Freundes zu einer Reise auf. Der sich missverstanden fühlende Gabriel folgt den Beiden und kann ihnen hilfreich zur Seite stehen, als sie in einem Überfall verwickelt werden. Der Hintergrund dieser Auseinandersetzung, so klärt ihn Thalia auf, gilt seltenen magischen Artefakten, und über die ganze Welt verstreut sind. In der Mongolei befindet sich ein Artefakt, mit dessen Hilfe Dschingis Khan die Welt erobern wollte. Es entbrennt ein Wettlauf um den magischen Gegenstand. Die Auseinandersetzung findet zwischen zwei Gruppierungen statt. Die eine Gruppe, die "Die Klingen der Rose", dazu gehören unter anderem Thalia und ihr Vater, schützt die Artefakte. Die zweite Gruppierung, "Die Erben von Albion", will die magischen Gegenstände übernehmen und die Weltherrschaft damit antreten.
Fazit
Sämtliche Charaktere sind gut herausgearbeitet. Gabriel und Thalia sind ausserordentlich sympathische und gut beschriebene Charaktere. Es macht Spass das Duo auf ihren Abenteuern von der Mongolei nach China zu begleiten. Immer die Verfolger hinter und die eigentliche Aufgabe vor sich. Die Klingen der Rose sind bestrebt, die magischen Artefakte vor den Zugriff der Erben zu schützen. Denn das Ziel der Erben, ein riesiges britisches Empire aufzubauen und die Gegner, auch die in den eigenen Reihen, zu vernichten, wird von ihnen nicht gutgehiessen.

Gerade bei diesem Titel darf die Romantik nicht fehlen. Es geht um grosse Gefühle und der Wunsch Huntleys, insgeheim mit Thalia durchzubrennen und eine Familie zu gründen. Dazu ein wenig Sex für diejenigen Leser, die mehr als nur Küsschen und Händchen halten für wichtig halten. Im Mittelpunkt steht aber ganz klar das phantastische Abenteuer mit ein paar Erinnerungen an den Kurier des Zaren von Jules Verne oder die alte Fernsehserie Der Kurier der Kaiserin. Sehr angenehm war der Eindruck, auch Wissen vermittelt zu bekommen. Im Grossen und Ganzen ist dieser Roman etwas Besonderes. Ich sehe ihn nicht in der Reihe klassischer Abenteuerromane, auch nicht den klassischen Liebesroman. Er ist ein spannendes Mittelding und vergleichbar mit den Schauerromanen um 1850 jedoch mit mehr "Action" wie man das heute nennt. Ein Nervenkitzler.
6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne6 Sterne

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Vorgeschlagen von erik schreiber [Profil]
veröffentlicht am 14. Mai 2013

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