Frank M. Reifenberg: Schwesternlüge

Schwesternlüge

Verlag: Rowohlt Verlag [mehr Bücher von diesem Verlag zeigen]
Sparte: Jugendroman
ISBN-13 978-3-499-21656-5

Preis: 9,99 Euro bei Amazon.de [Stand: 10. Dezember 2016]
Preisvergleich bei buecher24.de
Mira ist aus Luxemburg nach Berlin gekommen, weil ihre ältere Schwester dort nach einem Überfall im künstlichen Koma liegt. Eine Polizistin hält vor der Tür des Krankenzimmers Wache. In was war Jana in Berlin nur hineingeraten? Die Erlebnisse der Icherzählerin Mira wechseln mit Tagebucheinträgen ihrer Schwester Jana ab. Die Mädchen wachsen beim Großvater und dessen Haushälterin auf. An ihre Eltern kann Mira sich nicht bewusst erinnern, auch wenn Janas Geschichten von früher Bilder eines Hauses in Südeuropa in ihr weckten. Irgendwo an dieser Küste im Süden müssen die Eltern der Mädchen gestorben sein. Der Großvater reagiert auf die Spurensuche seiner älteren Enkelin so verdächtig wortkarg, dass Jana kurz nach ihrer Volljährigkeit ihre ungewöhnliche Familie im Streit verläßt. Offenbar ist dem Großvater seine Version der Familiengeschichte sehr wichtig, an der Jana inzwischen zweifelt.

Mira begibt sich von der Wohnung ihrer Schwester aus in Berlin auf eine gefährliche Spurensuche. Sie erkennt, dass sie nur eine stark geschönte Version vom Leben ihrer Schwester erhalten hat. Jana lebte in Berlin auf dem illegal ausgebauten Dachboden eines Mehrfamilienhauses; wie der Bewohner der Wohnung darunter eine halblegale Existenz, die keine Meldebehörde so schnell aufspüren würde. Nachbar Kevin hat sich auf Verschwörungstheorien spezialisiert, und die alte Frau Witzleben könnte ohne die Hilfe der jungen Leute nicht mehr allein zurechtkommen. Von der alten Dame hat Jana einen antiken Schreibsekretär überlassen bekommen, in dessen Geheimfach sich prompt Briefe aus der NS-Zeit finden. Beim Entwirren ihrer eigenen Familiengeschichte und ihrer Erlebnisse in Berlin hat Jana sich offenbar mit dem Organisierten Verbrechen angelegt. Jemand will ihre Spurensuche offensichtlich mit Gewalt beenden. Mit Unterstützung des treuen Woody nimmt Mira den Kampf gegen einen unbekannten Gegner auf.
Fazit
Mit Jana, Mira, dem harmlos-durchgeknallten Kevin und dem Musiker Woody schickt Frank Reifenberg ein paar hinreißende Charaktere ins Abenteuer. Die Geschichte um Familiengeheimnisse, Verrat und Freundschaft siedelt der Autor in urigem Berliner Szenario unter und auf einem Hausdach an. Ein superspannender Jugendroman, dessen Figuren Ihnen hoffentlich ebenso ans Herz wachsen werden wie mir.
9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne9 Sterne
Weitere Rezensionen zu Büchern von Frank M. Reifenberg:
Unsichtbare Blicke

weitere Rezension zu diesem Buch schreiben
Rezension als PDF-Datei speichern
Direkt verlinken: http://www.buchtips.net/rez7555.htm

weiterführende Links:
noch keine Links vorhanden
Link vorschlagen zu: Frank M. Reifenberg, Schwesternlüge (zu dieser Rezension), Schwesternlüge (allgemein zu diesem Buch)

Vorgeschlagen von Helga Buss [Profil]
veröffentlicht am 27. April 2013

Buchtips.net 2002 - 2016  |  Kontakt  |  Impressum